Mag. Dr. Ingrid Fürhapter

Germanistin, Projektmitarbeiterin am Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck

Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin am Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck

Forschungsschwerpunkte
• Österreichische Literatur des 20. Jahrhunderts
• Brief-, Zeitschriften- und Biografieforschung
• Editionsphilologie

Interessensgebiete u.a.
• Konfliktpotenzial Kunst / Kultur
• Spannungsfelder zwischen reaktionären und avantgardistischen Positionen
• Wechselbeziehung zwischen Literatur und dem Themenkomplex Kultur, Erinnerung und Identität


Webseite:
http://www.uibk.ac.at/brenner-archiv/mitarbeiter/fuerhapter.html

Curriculum vitae

• Geboren in Lienz (A) 1970
• Studium der Deutschen Philologie und Philosophie an der Universität Innsbruck.
• 1993–1996 Konzeption und Organisation des Kulturfestivals “Villgrater Kulturwiese” (gem. mit Andreas Schett), das von der Hamburger Wochenzeitung Die Zeit als „das Avantgarde-Festival am Ende von Nirgendwo“ bezeichnet wurde
• 1996 Konzeption und Organisation des Kulturfestivals “Kulturquartal” im Strasserwirt, Strassen / Osttirol (gem. mit Andreas Schett);
• 1997–1998 Freie Mitarbeiterin der Zeitschrift “Saison” (hrsg. von der Tirol Werbung);
• diverse Arbeiten für die Tiroler Kulturinitiative (= Plattform der Tiroler Kulturinitiativen); 1998–2004 Konzeption, Textierung und Organisation in der Agentur “Circus. Büro für Kommunikation und Gestaltung”, Innsbruck.
• Seit 2005 Projektmitarbeiterin am Forschungsinstitut Brenner-Archiv.
• seit April 2012 Mitarbeit am FWF-Projekt „Ludwig von Ficker als Kulturvermittler“, in dessen Rahmen der Stellenwert der Avantgarde in der von Ficker herausgegebenen Tiroler Kulturzeitschrift der Brenner (1910–1954) untersucht werden soll, auch was Anerkennung bzw. Kritik bildenden Künstlern gegenüber oder Fickers persönlichen Kontakt zu ihnen betrifft. In diesem Zusammenhang soll geklärt werden, ob es Entwicklungslinien, Kontinuitäten oder Brüche gibt, die sich im Brenner, in Fickers Briefen und in seinen Aktivitäten widerspiegeln. Über eine solche Vorgangsweise lässt sich die Zeitschrift im zeithistorischen Spannungsfeld zwischen konservativ-klerikalen bzw. liberal-deutschnationalen Kräften (in Tirol) und avantgardistischem Aufbruch(in Europa) synchron und diachron verorten.
http://www.uibk.ac.at/brenner-archiv/projekte/lfickeralskulturvermittler/  
• seit 2016 Mitarbeit am FWF-Projekt „Ludwig von Ficker: Kommentierte Online-Briefedition und Monografie
• 2017 Abschluss des Doktoratsstudiums der Philosophie. Dissertation:
„Ein einziger Satz, der bleibt, ist mir das Leben wert“. Der „unfreie“ Schriftsteller Johannes E. Trojer (1935 – 1991)

Publikationen

(Mit-)Herausgeberschaft
• Markus Ender, Ingrid Fürhapter, Friedrich Pfäfflin: „Erinnerung an den einen Tag in Mühlau“. Karl Kraus und Ludwig von Ficker. Briefe, Dokumente 1910–1936. Im Auftrag des Forschungsinstituts Brenner-Archiv der Universität Innsbruck. Göttingen: Wallstein Verlag 2017 (= Bibliothek Janowitz. Hg. von Friedrich Pfäfflin).
• Markus Ender, Ingrid Fürhapter, Iris Kathan, Ulrich Leitner, Barbara Siller (Hg.): Landschaftslektüren. Lesarten des Raums von Tirol bis in die Poebene. Bielefeld: transcript 2017.
• Ingrid Fürhapter, Martin Kofler, Sandra Unterweger, Erika Wimmer (Hg.): Werkausgabe Johannes E. Trojer (1935–1991), 4 Bände im Schuber, Innsbruck 2011.
• Ingrid Fürhapter (Hg.): „von keiner institution getragen oder behindert“ – Die Kulturzeitschrift Thurntaler (1977–1987). Ein Auswahlband. Innsbruck 2011 (= Band 3 der Werkausgabe Johannes E. Trojer).
• Trojer. Texte aus dem Nachlass von Johannes E. Trojer. Zusammengestellt und mit einem Nachwort versehen von Ingrid Fürhapter und Andreas Schett, Haymon-Verlag, Innsbruck 1998.

Wissenschaftliche Publikationen (Auswahl)
• Nachwort (gem. mit Markus Ender). In: Markus Ender, Ingrid Fürhapter, Friedrich Pfäfflin: „Erinnerung an den einen Tag in Mühlau“. Karl Kraus und Ludwig von Ficker. Briefe, Dokumente 1910–1936. Im Auftrag des Forschungsinstituts Brenner-Archiv der Universität Innsbruck. Göttingen: Wallstein Verlag 2017 (= Bibliothek Janowitz. Hg. von Friedrich Pfäfflin), S. 351–363.
• „Eine Tonart, die unsrer Landschaft wohl ansteht“? Landschaftsmetaphoriken in der Zeitschrift Der Brenner als Projektionsformen kultureller Identitätsfindung. In:Markus Ender, Ingrid Fürhapter, Iris Kathan, Ulrich Leitner, Barbara Siller (Hg.): Landschaftslektüren. Lesarten des Raums von Tirol bis in die Poebene. Bielefeld: transcript 2017, S. 488–496.
• Aufgeräumt. Landschaftslektüren von Tirol bis in die Po-Ebene. [Vorwort, (gem. mit Markus Ender, Iris Kathan, Ulrich Leitner, Barbara Siller)]. In: Markus Ender, Ingrid Fürhapter, Iris Kathan, Ulrich Leitner, Barbara Siller (Hg.): Landschaftslektüren. Lesarten des Raums von Tirol bis in die Poebene. Bielefeld: transcript, 2017, S. 10–24.
• „Der Mensch dringt nicht mehr zum Menschen durch.“ Essayistische Institutionenkritik in der Zeitschrift Der Brenner (1910–1954). In: Joanna Jabłkowska / Kalina Kupczyńska / Stephan Müller (Hg.): Literatur, Sprache und Institution (= Stimulus. Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für Germanistik 2014). Wien: Praesens Verlag 2016, S. 289–300.
• „Herr Walden ist leider anderer Meinung wie Sie.“ Der Sturm und der Brenner – ästhetisch-ideologische Annäherungen und Distanzierungen zwischen Berlin und Innsbruck (gem. mit Markus Ender). In: Der Sturm – Literatur, Musik, Graphik und die Vernetzung in der Zeit des Expressionismus. Hg. von Andrea von Hülsen-Esch und Henriette Herwig. Berlin, Boston: de Gruyter  2015, S. 3–24.
• Utopie und Apokalypse in der österreichischen Kulturzeitschrift Der Brenner (1910–1954) (gem. mit Markus Ender). In: Ayers, David; Hjartarson, Benedikt; Huttunen, Tomi; Veivo, Harri: Utopia. The Avant-Garde, Modernism and (Im)Possible Life. European Avant-Garde and Modernism Studies 4. Berlin, Boston: de Gruyter 2015, S. 169–183.
• Im Dienste der „Vorsehung“. Dynamiken der Gruppenbildung rund um die Kulturzeitschrift Der Brenner (1910–1954) gem. mit Markus Ender). In: Expressionismus, Heft 01/2015 („Künstlerkreise“), Neofelis-Verlag, Berlin 2015, S. 56–63.
• Robert Michel. In: Petra Maria Dallinger, Georg Hofer, Bernhard Judex (Hg.): gesammelt, gelesen, gewidmet. Bücher aus Bibliotheken von Schreibenden (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im StifterHaus, Linz, 29. Oktober 2014 bis 17. März 2015).  Linz 2015, S. 56. (= Archiv im StifterHaus, Band 2).
• Karl Kraus an Ludwig von Ficker. In: Petra Maria Dallinger, Georg Hofer, Bernhard Judex (Hg.): gesammelt, gelesen, gewidmet. Bücher aus Bibliotheken von Schreibenden (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im StifterHaus, Linz, 29. Oktober 2014 bis 17. März 2015).  Linz 2015, S. 64. (= Archiv im StifterHaus, Band 2).
• „Unter schwierigsten Verhältnissen“. Ludwig von Ficker als Kaiserjäger an der Südwestfront – eine Chronik des Kriegsjahres 1916 (gem. mit Markus Ender). In: Mitteilungen aus dem Brenner-Archiv Nr. 33/2014. Innsbruck: innsbruck university press 2014, S. 127–160.
• „Exls Tiroler Bühne ist die Beste!“- Eine Befundanalyse der Sammlung „Rezensionen und Selbstzeugnisse“ im Nachlass Exl-Bühne. Mit Ergänzungen von Iris Kathan. In: Mitteilungen aus dem Brenner-Archiv, Nr. 31, Innsbruck 2012, S. 169 – 199.
• Konfliktfelder im Osttiroler Villgratental (gemeinsam mit Martin Kofler). In: Innsbrucker Diskussionspapiere zu Politik, Religion und Kunst”, Nummer 40/7, Jänner 2011.
• Dorfleben aus nächster Nähe. Reflexionen zum Spannungsverhältnis von Lokalgeschichte, Heimatpflege und Kulturarbeit am Fallbeispiel des Osttiroler Villgratentales. In: Ingrid Böhler/Eva Pfanzelter/Thomas Spielbüchler/Rolf Steininger (Hg.): 7. Österreichischer Zeitgeschichtetag 2008. 1968 – Vorgeschichten – Folgen. Bestandsaufnahme der österreichischen Zeitgeschichte. Innsbruck 2010, S. 747–752.
• „Damit die Schlagwortbäume nicht in den Himmel wachsen“. Johannes E. Trojer (1935–1991) und sein Kampf gegen den „Grenzlandkoller“ vor dem Hintergrund verzögerter gesellschaftspolitischer Veränderungen nach ‚1968’ in Osttirol. In: Jubiläumsband 150 Germanistik an der Universität Innsbruck Kulturraum Tirol. Literatur – Sprache – Medien. Innsbruck 2009, S. 177–191.
• Johannes E. Trojers „Notizen für eine Dorferhebung“. Dorfprosa zwischen Feldforschung und Literatur. In: Mitteilungen aus dem Brenner-Archiv Nr. 26, Innsbruck 2007, S. 119–186.
• Der „Thurntaler“. Kulturzeitschrift mit Kultstatus. In: Schattenkämpfe. Literatur in Osttirol. Hg. von Johann Holzner und Sandra Unterweger. Innsbruck 2006, S. 150–165.

Vorträge

• Vortrag (gem. mit Markus Ender) im Rahmen der Internationalen Tagung zum 50. Todestag Ludwig von Fickers „Pastorale Mummelgreise“ oder „Führer durch die Welt des Geistes“? Kulturvermittler und Kulturtransfer nach 1945 (20.–22.03.2017, Forschungsinstitut Brenner-Archiv). Titel des Vortrags: „Auctor Austriae“? Ludwig von Ficker als Projektions- und Vermittlerfigur nach 1945 (20.03.2017).
• Universität Innsbruck, Vortrag (gemeinsam mit Markus Ender) im Rahmen der Tagung „Grenzräume – Raumgrenzen. Ländliche Lebenswelten aus kulturwissenschaftlicher Sicht“ (Innsbruck, 16.-18. April 2015) am 17.04.2015 als Beitrag des Panels „Literarische (Re-) Figurationen der Provinz: Repräsentationen kultureller Identitäten im Grenzraum Tirol“ (Moderation: Iris Kathan, Barbara Siller; 16.00-18.00 Uhr); Titel des Vortrags: „Eine Tonart, die unsrer Landschaft wohl ansteht“? Landschaftsmetaphoriken im „Brenner“ als Projektionsformen kultureller Identitätsfindung.
• Universität Łódź, Vortrag im Rahmen der OEGG-Tagung „Literatur, Sprache und Institution“. 1. Treffen österreichischer und polnischer Germanistinnen und Germanisten und Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Germanistik (23.–26. Oktober 2014). Titel des Vortrags: „Der Mensch dringt nicht mehr zum Menschen durch.“ Essayistische Institutionenkritik in der Zeitschrift „Der Brenner“ (1910–1954) (Sa, 25.Oktober 2014).
• Helsinki, Internationale Konferenz “UTOPIA” EAM 2014. Vortrag zusammen mit Markus Ender “Immer eines Kommenden trächtig?”? Utopische und apokalyptische Visionen in der Zeitschrift “Der Brenner” (1910 – 1954)
• Bern, Schweizerische Nationalbibliothek, 2. Internationale Arbeitstagung der Literaturarchive und Nachlassinstitutionen KOOP-LITERA International 2014, 8. Mai 2014: Vortrag gemeinsam mit Markus Ender “Vom Archiv ins Netz: Die kommentierte Online-Edition des Gesamtbriefwechsels Ludwig von Fickers.”
• Düsseldorf, Haus der Universität in der Stadt: Internationale Tagung „Der Sturm – Literatur, Musik, Graphik und die Vernetzung in der Zeit des Expressionismus“, 14. November 2013. Zusammen mit Markus Ender „Herr Walden ist leider anderer Meinung wie Sie“. Der Sturm und Der Brenner – ästhetisch-ideologische Annäherungen und Distanzierungen zwischen Berlin und Innsbruck.
• London, Brunel-University, IAPL 2009 (= International Association for Philosophy and Literature, 1.-7.6.2009) Vortrag “Literature and Fragile Concepts of Identity in Rural Austria’s Periphery. The East Tyrolean Writer Johannes E. Trojer (1935–1991)” im Rahmen des Panels „On the Edge: Regional / Marginal Identities and Narratives“.
• Innsbruck, II. Graduiertenkolloquium des Instituts für Germanistik und des Forschungsinstituts Brenner-Archiv, 30.-31.3.2009: “Ein eigentlicher Satz, der bleibt, ist mir das Leben wert“. Johannes E. Trojer (1935–1991). Eine Biografie
• Innsbruck, Ringvorlesung WS 2008/09 „Kunst und Kultur als politisches Konfliktpotenzial“ (Schwerpunkt „Politische Kommunikation und die Macht der Kunst“ / Forschungsplattform „Weltordnung – Religion – Gewalt“): 20.11.2008 Vortrag gemeinsam mit Martin Kofler zum Thema „Der Publizist Johannes E. Trojer (1935–1991) und das Gedächtnis des Villgratentales“
• Innsbruck, 7. Österreichischer Zeitgeschichtetag (28.-31.5.2008): 29.5.2008: Vortrag „Dorfleben aus nächster Nähe. Reflexionen zum Spannungsverhältnis von Lokalgeschichte, Heimatpflege und Kulturarbeit am Fallbeispiel des Osttiroler Villgratentals“
• San Diego, Kalifornien, Thirty-first Annual Conference der German Studies Association (GSA) (4.-7.10.2007): 6.10.2007 Vortrag mit Sandra Unterweger und Martin Kofler „Memory and conflict in Austria: Johannes E. Trojer. Historian, Journalist and Writer“

Ausstellungen

• Konzeption und Gestaltung einer Vitrinen-Ausstellung zum 50. Todestag Ludwig von Fickers, Brenner-Archiv, Universität Innsbruck (20.03.2017–30.04.2017).
• Organisation, Koordination und Kuratierung der Ausstellung „Landschaftslektüren“. 27.–30. April 2017. Kunstpavillon der Tiroler Künstler*schaft, Rennweg 8a, Hofgarten Innsbruck.
• Gestaltung einer Vitrine zum Projekt „Kommentierte Online-Edition des Gesamtbriefwechsels Ludwig von Ficker“ im Rahmen der Ausstellung des Brenner-Archivs im Foyer der Universitäts- und Landesbibliothek, Innsbruck, 16.11.2016–1.1.2017.
• Beteiligung an der Ausstellung „gesammelt, gelesen, gewidmet. Bücher aus Bibliotheken von Schreibenden“ (Objektauswahl und Textierung), StifterHaus, Linz, Eröffnung: 28. Oktober, Ausstellungsdauer: 29. Oktober 2014 bis 17. März 2015.
• Konzeption Ausstellung „Dorferhebungen“ (gemeinsam mit Iris und Bernhard Kathan). Hidden Museum, Fraxern (Vbg.), 07.07.–05.08.2012; sowie „Johannes E. Trojer: Dorferhebung. Strategien im ländlichen Raum. Eine Ausstellung“. Innsbruck, Salurnerstraße 2, 8.11.–7.12.2013.