{"id":314,"date":"2016-05-20T11:11:13","date_gmt":"2016-05-20T11:11:13","guid":{"rendered":"http:\/\/viennavant.cloud.d2mc.com\/?p=314"},"modified":"2018-05-25T12:20:44","modified_gmt":"2018-05-25T12:20:44","slug":"schmaeh-als-aesthetische-strategie-der-wiener-avantgarden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/schmaeh-als-aesthetische-strategie-der-wiener-avantgarden\/","title":{"rendered":"Schm\u00e4h als \u00e4sthetische Strategie der Wiener Avantgarden"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/coverschmaehneu.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-752\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/coverschmaehneu-206x300.jpg\" alt=\"Cover_Suchy_Schmaeh.indd\" width=\"160\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/coverschmaehneu-206x300.jpg 206w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/coverschmaehneu.jpg 470w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/><\/a><strong>Irene Suchy (Hg.)<\/strong><br \/>\n<strong>Schm\u00e4h als \u00e4sthetische Strategie der Wiener Avantgarden<\/strong><br \/>\n<strong>Mit Beitr\u00e4gen von Rudolf Kohoutek, Harald Krejci, Helmut Neundlinger und Irene Suchy<\/strong><br \/>\n<strong>Vorwort: Hubert Christian Ehalt<\/strong><br \/>\n<strong><span class=\"caps\">ISBN<\/span>: 978\u20133-99028\u2013498-8<\/strong><br \/>\n<strong>18 \u20ac<\/strong><\/p>\n<p><br style=\"clear:both;\"><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.bibliothekderprovinz.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verlag Bibliothek der Provinz<\/a>, Gro\u00dfwolfgers 29, 3970 Weitra<\/strong><\/p>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"content\">\n<div id=\"contentMain\">\n<p>In diesem Buch werden Humor, Komik und Witz als spezifische \u00e4sthetische Strategie der Wiener Avantgarden untersucht. In einem Beobachtungszeitraum von den 50er Jahren bis zu den 70er Jahren bieten wir Auslotungen der Kunst, die in Wien geschah. Markante zeitliche Eckpunkte sind das erste literarische Cabaret der Wiener Gruppe, aufgef\u00fchrt in den Jahren 1957 und 1958, Friedensreich Hundertwassers Verschimmelungsmanifest, vorgetragen im Juli 1958, die Aktion Kunst und Revolution 1968 sowie das Ende des <span class=\"caps\">MOB<\/span>\/art &#038; tone\/ART Ensembles 1977 und die Erstausstrahlung der TV-Oper Staatsoperette von Zykan und Novotny.<br \/>\nNoch sind Schm\u00e4h und k\u00fcnstlerische Avantgarde kaum in ein wissenschaftliches Untersuchungsverh\u00e4ltnis gestellt worden. Schm\u00e4h ist zugleich Fremd- wie Selbstbeschreibung. Schm\u00e4h braucht Auff\u00fchrung, wie \u201eSchm\u00e4h machen\u201c im Wienerischen \u201esich auff\u00fchren\u201c bedeute. Die Wahl des Begriffs Schm\u00e4h im Titel verweist auf das Wienerische als regional wie k\u00fcnstlerisch formenden Parameter im Begriffsfeld Humor.<\/p>\n<p>Helmut Neundlinger beschreibt \u201eSchm\u00e4h, Witz, Humor und tiefere Bedeutung\u201c in der Dichtung Ernst Jandls und Gerhard R\u00fchms. Er f\u00fchrt in seinem Untertitel \u201edie Komik der experimentelle Dichtung\u201c in die Diskussion, analysiert die Poesie Jandls und R\u00fchms in textlicher und performativer Ebene und lotet den \u201eSchm\u00e4h\u201c in Bezug auf Verdr\u00e4ngung und Festschreibung, auf Befreiung und Ver\u00e4nderung aus.<\/p>\n<p>Irene Suchy erschlie\u00dft das Thema von einem zentralen Werk aus, der Polemischen Arie Otto M. Zykans, erfasst es in seiner spezifischen Entstehungsgeschichte der Performer-Komponisten-Gruppe um Zykan, Schwertsik und Gruber und verfolgt die \u00e4sthetischen Strategien der Protagonisten. Der Titel \u201cVom Abdanken der Zw\u00f6lfton-Vorherrschaft.Komponieren im post-faschistischen-Wien als Schnittstelle zwischen Performance, Dadaismus und historischer Reflexion.\u201centbehrt des Humors, bringt jedoch wesentliche Parameter des Themas in den Diskurs: das Ende einer Methode des Komponierens, der Bezug auf Komponieren im post-faschistischen Wien sowie der Bezug zu Performance und Dadaismus.<\/p>\n<p>Harald Krejci geht vom Gel\u00e4chter\u00a0wie\u00a0der Verst\u00f6rung k\u00fcnstlerischer Ereignisse des Wiener Aktionismus aus,\u00a0verfolgt aber schon die F\u00e4hrte des Humors in der Bildenden Kunst\u00a0der 1950er Jahren.\u00a0In der k\u00fcnstlerischen Arbeit Hundertwassers, Stenverts und Franz Wests erschlie\u00dft er Humor und Wiener Schm\u00e4h als Strategie der Wahrnehmung, als Motor, Werkzeug und Haltung.<\/p>\n<p>Rudolf Kohoutek rekonstruiert den Humor in der Architektur-Avantgarde. Weniger offensichtlich und doch Bild-reich dokumentiert, stellt sich der Wiener Schm\u00e4h als Operator heraus, der \u00fcber zeitgleiche internationale Manifeste hinausf\u00fchrt und die Verbindungen zwischen den Sparten der Avantgarde aufzeigt.<\/p>\n<p>Mit dem Parameter des Humors in seinen so gar nicht wertfreien Bedeutungen gelingt es, ein Werkzeug aufzusp\u00fcren, das sowohl der kompositorischen Arbeit wie der k\u00fcnstlerischen Aussage tiefgreifende Bedeutung gibt. \u00dcber den gew\u00e4hlten Zugang ist es m\u00f6glich, die Komplexit\u00e4t, Intellektualit\u00e4t und den gesellschaftspolitischen Anspruch einer k\u00fcnstlerischen Avantgarde in Wien zu erkennen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/?page_id=2261\">Mehr zu dem der Publikation zu Grunde liegenden Symposium<\/a><\/p>\n<p>Der Band wurde am 22. August 2015 beim <a href=\"http:\/\/www.bibliothekderprovinz.at\/veranstaltungen\/150\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Poetenfest<\/a><br \/>\nauf Schloss Raabs, Oberndorf 1, 3890 Raabs an der Thaya pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Eine weitere Pr\u00e4sentation mit Podiumsdiskussion, Avantgardekurzfilmen und musikalischen Interventionen fand am 8. Oktober 2015 im 21er-Haus statt. Mehr dazu unter <a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/?cat=7\">Gespr\u00e4chsreihe<\/a><\/p>\n<p>Die Publikation wurde von der Kulturabteilung der Stadt Wien und die Pr\u00e4sentation vom Bundeskanzleramt \u00d6sterreich gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1057 size-full\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/logobka.png\" alt=\"logobka\" width=\"263\" height=\"21\" \/>\u00a0\u00a0 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1281 size-full\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/wienkultur.jpg\" alt=\"wienkultur\" width=\"60\" height=\"31\" \/><span class=\"image original\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irene Suchy (Hg.) 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