{"id":2502,"date":"2016-12-19T11:36:03","date_gmt":"2016-12-19T11:36:03","guid":{"rendered":"http:\/\/viennavant.cloud.d2mc.com\/?page_id=2502"},"modified":"2016-12-21T10:00:06","modified_gmt":"2016-12-21T10:00:06","slug":"archivgespraeche-2011","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/interdisziplinaerer-diskurs\/archivgespraeche\/archivgespraeche-2011\/","title":{"rendered":"Archivgespr\u00e4che 2011"},"content":{"rendered":"<h2><a href=\"http:\/\/www.essl.museum\/\" target=\"_blank\">Im Essl-Museum<\/a><\/h2>\n<p>Freitag, den 14. Oktober stand wieder eine Exkursion auf dem Programm: Eine Gruppe von 7 Architektur-, Kunst-, Medien-, Literatur- und TheaterwissenschaftlerInnen folgte der Einladung zu einem vielf\u00e4ltigen Archivgespr\u00e4ch ins Essl-Museum nach Klosterneuburg und wurde einen ganzen Nachmittag lang durch die f\u00fcnf aktuellen Ausstellungen sowie durch einige Abteilungen des Depots gef\u00fchrt.<\/p>\n<h3><a href=\"http:\/\/www.essl.museum\/ausstellungen\/prachensky11.html\" target=\"_blank\">Ged\u00e4chtnisausstellung Markus Prachensky<\/a><\/h3>\n<p>In der kleinen Markus Prachensky-Ged\u00e4chtnisausstellung, die spontan anl\u00e4sslich des Todes des K\u00fcnstlers eingerichtet wurde, begr\u00fc\u00dfte Kurator G\u00fcnther Oberhollenzer die Gruppe.<\/p>\n<p><span class=\"image large\">\u00a0<a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/oberhbegr1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1119\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/oberhbegr1-300x199.jpg\" alt=\"oberhbegr1\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/oberhbegr1-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/oberhbegr1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/KathBrigPrach.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-994\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/KathBrigPrach-300x199.jpg\" alt=\"kathbrigprach\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/KathBrigPrach-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/KathBrigPrach.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der K\u00fcnstler <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Markus_Prachensky\" target=\"_blank\">Markus Prachensky<\/a> gilt als eine der f\u00fchrenden Pers\u00f6nlichkeiten der \u00f6sterreichischen Avantgarde. 1956 gr\u00fcndet er gemeinsam mit Wolfgang Hollegha, Josef Mikl und Arnulf Rainer die K\u00fcnstlergruppe \u201eSt. Stephan\u201d deren Hauptf\u00f6rderer Monsignore Otto Mauer ist. 1959 f\u00fchrt er im Theater am Fleischmarkt in Wien erstmals die \u201ePeinture liquide\u201d vor, bei der er mehrere hundert Liter rote Farbe \u00fcber eine aufrechte Wand gie\u00dft. Jahrelang setzt der K\u00fcnstler nur vehementes Rot ein. Sp\u00e4ter erweitert er die Malpalette um die Farben Gr\u00fcn, Violett, Schwarzbraun und Gelb.<\/p>\n<h3>Das Museum und die Sammlung<\/h3>\n<p>Das Essl Museum finanziert sich zur G\u00e4nze privat, ohne Steuergelder. KH Essl sammelt seit 40 Jahren. Er und seine Frau haben sich langsam den Zugang zur zeitgen\u00f6ssischen Kunst erarbeitet, zum Teil hart erk\u00e4mpft. Das Sammlerehepaar pflegt einen sehr pers\u00f6nlicher Kontakt zu seinen K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern, besucht sie in ihren Ateliers und entwickelt die Sammlung stetig und mit gro\u00dfer Begeisterung weiter.<\/p>\n<p>1987 wurde das Sch\u00f6merhaus als B\u00fcrogeb\u00e4ude der Sch\u00f6mer-bauMax-Unternehmensgruppe vom Architekten Heinz Tesar erbaut und gleichzeitig als Ausstellungshaus der Sammlung Essl und als Konzertsaal konzipiert. Damals war es ungew\u00f6hnlich, dass eine Firma ein Haus hat, wo man zeitgen\u00f6ssische Kunst sieht, die auch f\u00fcr die MitarbeiterInnen zug\u00e4nglich ist.<br \/>\nNachdem als Ort f\u00fcr die immer umfangreicher werdende Sammlung kurz einmal das MQ und auch das K\u00fcnstlerhaus in Erw\u00e4gung gezogen waren, wurde ebenfalls Heinz Tesar mit dem Bau des Essl Museums beauftragt, das 1999 er\u00f6ffnet wurde.<\/p>\n<p>In den 3500 m\u00b2 umfassenden Ausstellungsr\u00e4umen werden 8 \u2013 10 Ausstellungen pro Jahr gezeigt \u2013 eigentlich zu viel. Der Kurator w\u00fcnscht etwas weniger um konzentrierter arbeiten zu k\u00f6nnen. Als Privatmuseum ist das Essl Museum unabh\u00e4ngig von BesucherInnenzahlen und kann dadurch frei arbeiten. Die Politik ist ja auf BesucherInnenzahlen fixiert, deshalb gibt es in den \u00f6ffentlichen Museen die traurige Reduktion auf das Quantitative \u2013 vor einer Ausstellung. \u201eWie viel Versicherungswert haben die Bilder?\u201c und nachher \u201eWie viel BesucherInnen waren da?\u201c<\/p>\n<p>Die BesucherInnenzahlen gehen oft nicht konform mit der Bedeutung einer Ausstellung. Oft sind die Ausstellungen, die Geschichte machen, nicht so erfolgreich bez\u00fcglich ihrer BesucherInnenzahlen \u2013 z.B. 2003 \u201eBlut und Honig\u201c von Harry Szeemann, die nicht so gut besucht war, obwohl als legend\u00e4re Ausstellung gilt. Oder die Israel \u2013 Pal\u00e4stina-Ausstellung, von der heute noch gesprochen wird und die medial gut rezipiert wurde. Es war aber schwer, Schulen dahin zu bringen. Im Gegensatz dazu war die Aborigines-Ausstellung ein riesiger Erfolg. Exotik zieht eben immer.<\/p>\n<p>Aber auch die Weiler-Ausstellung war ein Riesenerfolg. Hier war die kunsthistorische Forschung Teil des Ausstellungskonzepts, f\u00fcr die sich die Witwe Weilers besonders engagierte. Im Allgemeinen ist jedoch f\u00fcr die breite inhaltliche wissenschaftliche Arbeit zu wenig Zeit.<\/p>\n<p>F\u00fcr das n\u00e4chste Jahr sind unter anderem eine Video-Ausstellung geplant, Anselm Kiefer wird gro\u00df gezeigt \u2013 und eine Schau Franz Zadrazil.<\/p>\n<p>Das Essl Museum bietet Gratiseintritt f\u00fcr Studierende jedes Alters und ebenso f\u00fcr K\u00fcnstlerInnen. Probeweise wurde im Jubil\u00e4umsjahr kein Eintritt verlangt. Das hat nicht gut funktioniert, denn die Haltung ist eben da \u201eWas nichts kostet, ist nichts wert.\u201c Und das schadet im Grunde dem Museum. Das Museum soll nicht \u201ebillig\u201c r\u00fcberkommen.<\/p>\n<p>Jedes 2. Jahr gibt es eine Emerging Artist-Ausstellung. Ferner wird j\u00e4hrlich der <a href=\"http:\/\/www.essl.museum\/essl-award\/2011\/index.htm\" target=\"_blank\">Essl Art Award <span class=\"caps\">CEE<\/span><\/a> ausgeschrieben, verbunden mit Ausstellung und Geldpreis, der f\u00fcr Kunststudierende aus osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern ein Sprungbrett in den Westen ist.<\/p>\n<p>Ab 1989 ist die Sammlung international geworden und wurde auch um Fotografie und Neue Medien erweitert. Schwerpunkte neben \u00f6sterreichischer Kunst sind Zentral und S\u00fcdosteuropa, <span class=\"caps\">USA<\/span>, Mexiko, China, Indien. Was in die Sammlung kommt, bleibt in ihr, es gibt keinen Handel, allerdings etwa 600 Leihgaben pro Jahr.<\/p>\n<p>Das Museum ist ein \u201eFass ohne Boden\u201d, die Fixkosten sind extrem hoch. Es hat \u00fcber 50 MitarbeiterInnen, davon allein 7 fix angestellte KunstvermittlerInnen. Permanent wird Kunst angekauft.<br \/>\nEink\u00fcnfte kommen aus den Vermietungen, Eintritten, Leihgeb\u00fchren und dem Bookshop. Die Wirtschaftskrise wirkt sich aus. Aber es gibt die Stiftung, so dass das Museum gesichert ist.<\/p>\n<h3><a href=\"http:\/\/www.sammlung-essl.at\/ausstellungen\/rauch_loy.html\" target=\"_blank\">Ausstellung Hinter den G\u00e4rten. Neo Rauch und Rosa Loy<\/a><\/h3>\n<p>Nach einem Abriss \u00fcber die Geschichte der Sammlert\u00e4tigkeit des Ehepaars Karlheinz und Agnes Essl und die Entwicklung des Museums f\u00fchrt G\u00fcnther Oberhollenzer die Gruppe in die Ausstellung \u201cHinter den G\u00e4rten\u201d des prominenten K\u00fcnstlerpaars Neo Rauch und Rosa Loy, eine Schau, die Einblick in ihre Bild- und Lebenswelten gibt. \u201eAlles ist auf uns, auf unsere Beziehung und auf die Spannung in unserem gemeinsamen Leben und in unserer Arbeit ausgerichtet\u201c, betont Rosa Loy.<\/p>\n<p><span class=\"image large\">\u00a0<a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/uteilseelis.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1273 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/uteilseelis-199x300.jpg\" alt=\"uteilseelis\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/uteilseelis-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/uteilseelis.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>\u00a0 <\/span><span class=\"image large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-808 alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/eliskathoberh1-199x300.jpg\" alt=\"eliskathoberh1\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/eliskathoberh1-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/eliskathoberh1.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/span><\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/katharinarauch.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-991 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/katharinarauch-199x300.jpg\" alt=\"katharinarauch\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/katharinarauch-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/katharinarauch.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/oberherklaert.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1120 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/oberherklaert-199x300.jpg\" alt=\"oberherklaert\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/oberherklaert-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/oberherklaert.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/?attachment_id=665\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-665 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/brigitteloy-199x300.jpg\" alt=\"brigitteloy\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/brigitteloy-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/brigitteloy.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/notizen.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1113 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/notizen-199x300.jpg\" alt=\"notizen\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/notizen-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/notizen.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/archessl1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-582\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/archessl1-300x199.jpg\" alt=\"archessl1\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/archessl1-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/archessl1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>Auch wenn Neo Rauch und Rosa Loy fern der Nachkriegsavantgarden sind, so sind vor allem an der Arbeit Neo Rauchs interessante Bez\u00fcge zu verfolgen \u2013 etwa zum sozialistischen Realismus, der die beherrschende Richtung seiner Studienjahre in Leipzig war. Man ist gleich in Rauch\u2019s Bild drin, \u2013 meist eine Dreieckskomposition von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, \u2013 aber wirklich entschl\u00fcsseln kann man es nie. Er sch\u00f6pft aus dem kollektiven Ged\u00e4chtnis der Menschheit der Deutschen, auch der ganzen Welt und sie sie malerisch in Unheimliches, Gewaltvolles, spricht von seiner Intention, die Menschen an den Abgrund zu f\u00fchren, w\u00e4hrend Rosa Loy sie lieber \u201crundherum um den Abgrund\u201d begleitet.<\/p>\n<p>Dass gerade die beiden Arbeiten von Rauch aus 1993 nicht figural sind, wirft Fragen auf. Sein Fr\u00fchwerk, das diese Fragen vielleicht beantworten k\u00f6nnte, h\u00e4lt Rauch jedoch unter Verschluss.<\/p>\n<h3><a href=\"http:\/\/www.sammlung-essl.at\/ausstellungen\/focus.html\" target=\"_blank\">Ausstellung Focus: Abstraktion<\/a><\/h3>\n<p>Ein Kern des Interesses der Gruppe ist die Schau \u201cFocus:Abstraktion\u201d mit exemplarischen Arbeiten u.a. von Josef Mikl, Roland G\u00f6schl, Florentina Pakosta, Frank Stella, Gunter Damisch, Franz Grabmayr, Peter Krawagna, Hannes Mlenek, Sarah Morris, Hubert Scheibl.<\/p>\n<p><span class=\"image large\">\u00a0<a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslabstrakte1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-814\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslabstrakte1-300x199.jpg\" alt=\"esslabstrakte1\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslabstrakte1-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslabstrakte1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a> <\/span><\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/oberhkathsch.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1121 alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/oberhkathsch-300x199.jpg\" alt=\"oberhkathsch\" width=\"200\" height=\"132\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/oberhkathsch-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/oberhkathsch.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslabstrakte2.jpg\" target=\"_blank\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-815 alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslabstrakte2-300x199.jpg\" alt=\"esslabstrakte2\" width=\"200\" height=\"132\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslabstrakte2-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslabstrakte2.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-661 alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/bmabstrakte-199x300.jpg\" alt=\"bmabstrakte\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/bmabstrakte-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/bmabstrakte.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-996 alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/kathpakosta-199x300.jpg\" alt=\"kathpakosta\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/kathpakosta-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/kathpakosta.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslbischoff2.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-816\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslbischoff2-300x199.jpg\" alt=\"esslbischoff2\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslbischoff2-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslbischoff2.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>Ein besondes sch\u00f6ner Raum ist <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hans_Bischoffshausen\" target=\"_blank\">Hans Bischoffshausen<\/a> (1927 \u2013 1987)gewidmet. Er z\u00e4hlt zu den wichtigsten und unbequemsten Vertretern der experimentierenden europ\u00e4ischen Avantgarde in den 50\/60er Jahren. 1959 \u00fcbersiedelte er nach Paris, wo er mit seiner Familie in bitterster Armut lebte, wurde Mitglied der \u201cZERO-Avantgarde\u201d und schlo\u00df enge Freundschaft mit Lucio Fontana. 1972 ging er wieder zur\u00fcck nach K\u00e4rnten. Materialbilder entstehen, die Bildfl\u00e4chen werden gelocht, gebrannt, die Bildinhalte auf das Wesentliche reduziert. In seiner kompromi\u00dflosen Denkweise konnte er sich aber nie wirklich durchsetzen. In der von ihm herausgegebenen Kunstzeitschrift schrieb er: \u201cdie gegenw\u00e4rtige philosophie hat, die \u201cwahrheiten\u201d <span class=\"caps\">ERFOLG<\/span> und <span class=\"caps\">KARRIERE<\/span> auch in den kunstbetrieb ausstrahlend, eine kunst der museen, der sammlungen und der galerien geboren, die, dissoziiert vom leben als ganzheit, aufgeblasen durch eitelkeit und propaganda nur noch ein schatten ihrer eigentlichen bestimmung ist.\u201d (brot und wein \u2013 Beobachtungen und Bemerkungen zur Integration der bildenden Kunst und die Architektur; Paris, Juli\/August 1965)<\/p>\n<h3><a href=\"http:\/\/www.sammlung-essl.at\/ausstellungen\/herzig.html\" target=\"_blank\">Ausstellung Wolfgang Herzig<\/a><\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfgang_Herzig\" target=\"_blank\">Wolfgang Herzig<\/a> (*1941) war 1968 neben Kurt Kocherscheidt, Martha Jungwirth, Peter Pongratz, Franz Ringel und Robert Zeppel-Sperl an der von Otto Breicha f\u00fcr die Wiener Secession kuratierten Ausstellung Wirklichkeiten beteiligt. Der Ausstellungstitel blieb den sechs als Gruppenname haften, obwohl sie nie eine wirkliche \u201eGruppe\u201c bildeten. Teilweise schon vorher Studienkollegen und befreundet, hatten sie aber um 1970 wiederholt miteinander ausgestellt, \u201ebis dann bald jeder seine eigenen Wege gegangen ist\u201c. Herzig selbst hatte noch 1970 eine gr\u00f6\u00dfere eigene Werkschau in der Wiener Secession, nachdem er Mitglied dieser K\u00fcnstlervereinigung geworden war.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/herzig1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-924\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/herzig1-300x199.jpg\" alt=\"herzig1\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/herzig1-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/herzig1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/p>\n<h3><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/herzig2.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-925\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/herzig2-300x199.jpg\" alt=\"herzig2\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/herzig2-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/herzig2.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/elisschjungw.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-809\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/elisschjungw-300x199.jpg\" alt=\"elisschjungw\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/elisschjungw-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/elisschjungw.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/h3>\n<h3>Im Depot<\/h3>\n<p>Faszinierend war die F\u00fchrung durch einige Abteilungen des riesigen Depots: Die sechs klimatisierten Depotr\u00e4ume im Erdgescho\u00df umfassen insgesamt 2.500 m2. Hier befinden sich die 7.000 in der Sammlung befindlichen Kunstwerke, angegliedert sind Restaurierung, Werkst\u00e4tte, Technik und Depotverwaltung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot13.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-819\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot13-300x199.jpg\" alt=\"essldepot13\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot13-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot13.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot5.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-817 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot5-199x300.jpg\" alt=\"essldepot5\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot5-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot5.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot8.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-818 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot8-199x300.jpg\" alt=\"essldepot8\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot8-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot8.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot23.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-820\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot23-300x199.jpg\" alt=\"essldepot23\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot23-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot23.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Sammlung Neuer Medien ist in einer K\u00fchlkammer aufbewahrt.<span class=\"image medium\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/stockerdepot.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1249 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/stockerdepot-199x300.jpg\" alt=\"stockerdepot\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/stockerdepot-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/stockerdepot.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/balkenholkuehlsch.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-610 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/balkenholkuehlsch-199x300.jpg\" alt=\"balkenholkuehlsch\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/balkenholkuehlsch-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/balkenholkuehlsch.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span class=\"image medium\">\u00a0 <\/span> <a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot31.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-821\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot31-300x199.jpg\" alt=\"essldepot31\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot31-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/essldepot31.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/p>\n<h3><a href=\"http:\/\/www.essl.museum\/ausstellungen\/schoenheit.html\" target=\"_blank\">Ausstellung Sch\u00f6nheit und Verg\u00e4nglichkeit<\/a><\/h3>\n<p>Den Abschluss des langen Nachmittags bildete ein Besuch der Ausstellung &gt;SCH\u00d6NHEIT <span class=\"caps\">UND<\/span> <span class=\"caps\">VERG<\/span>\u00c4NGLICHKEIT&lt; mit ausgew\u00e4hlten Werken von J\u00f6rg Immendorff, Jannis Kounellis, Zoran Mus\u030cic\u030c, Marc Quinn, Daniel Spoerri und Antoni Ta\u0300pies.<\/p>\n<p><span class=\"image large\">\u00a0<\/span><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslimmendorf.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-822\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslimmendorf-300x199.jpg\" alt=\"esslimmendorf\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslimmendorf-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslimmendorf.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslspoerri.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-823\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslspoerri-300x199.jpg\" alt=\"esslspoerri\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslspoerri-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/esslspoerri.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a>\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Nur ein kurzes Bl\u00e4ttern im Kunst-Lesebuch mit literarischen Beitr\u00e4gen von 17 jungen Autorinnen und Autoren war mehr m\u00f6glich.<\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbkoeb.jpg\" target=\"_blank\">In der Albertina<\/a><\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbkoeb.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-787 alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbkoeb-199x300.jpg\" alt=\"doppelbkoeb\" width=\"133\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbkoeb-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbkoeb.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 133px) 100vw, 133px\" \/><\/a>Freitag, den 7. Oktober 2011 trafen sich 8 Forscherinnen aus Kunst- und Architekturgeschichte, Germanistik, Theater- und Medienwissenschaft in der Albertina zu einem Archivgespr\u00e4ch. Die Kuratoren Regina Doppelbauer und Edelbert K\u00f6b boten der Gruppe eine intensive F\u00fchrung durch die Ausstellung <a href=\"http:\/\/www.albertina.at\/jart\/prj3\/albertina\/main.jart?rel=de&amp;reserve-mode=active&amp;content-id=1202307119323&amp;ausstellungen_id=1287026237424\" target=\"_blank\">Max Weiler. Der Zeichner<\/a>, die auf einem Forschungsprojekt der Albertina zum Zeichner Max Weiler basiert. Das an der Albertina erstellte digitalisierte Werkverzeichnis der etwa 3500 Papierarbeiten des K\u00fcnstlers wird vervollst\u00e4ndigt und soll als Online-Werkverzeichnis ab 2013 Publikum und Forschung zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Max_Weiler\" target=\"_blank\">Max Weiler<\/a> (1910 \u2013 2001) studierte 1930 \u2013 37 an der Akademie der Bildende K\u00fcnste Wien bei Karl Sterrer. Sterrer bei einem Besuch in den <span class=\"caps\">USA<\/span> chinesische Landschaftsmalerei gesehen und diese Ans\u00e4tze seinen Sch\u00fclern beigebracht. Das hat Weiler sicher fr\u00fch beeinflusst, allerdings spiegeln seine Arbeiten kein romantisches Verschmelzen mit Natur, sondern er steht ihr immer als Subjekt gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Karl Sterrer, der mit Clemens Holzmeister befreundet war, beteiligte auch seine Sch\u00fcler an Wettbewerben f\u00fcr Kirchenausgestaltung und erschloss ihnen die Besch\u00e4ftigung mit dem liturgischen Bereich. Max Weiler war stark religi\u00f6s verwurzelt und geh\u00f6rte wie der Grazer Rudolf Szyskowitz dem Bund Neuland, der ein franziskanisch einfaches Leben vertrat. \u201eGott dr\u00fcckt sich in der Natur aus\u201c war Weilers Credo.<\/p>\n<p><span class=\"image large\">\u00a0<\/span><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbgruppe3.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-786\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbgruppe3-300x199.jpg\" alt=\"doppelbgruppe3\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbgruppe3-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbgruppe3.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbgruppe2.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-785\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbgruppe2-300x199.jpg\" alt=\"doppelbgruppe2\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbgruppe2-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbgruppe2.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/h2>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelb1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-783\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelb1-300x199.jpg\" alt=\"doppelb1\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelb1-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelb1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/h2>\n<p>Gegen Ende des 2. Weltkriegs desertierte Max Weiler und suchte einen Neuanfang. Innsbruck lag in der franz\u00f6sische Besatzungszone. Das franz\u00f6sische Kulturinstitut dort verstand sich als intellektuelle Speerspitze mit Ausstellungen der Ecole de Paris, Lesungen, Musik und von diesem angeregten Klima profitierten die K\u00fcnstler. 1945 gewann er den Wettbewerb um die Ausf\u00fchrung der Fresken in der Theresienkirche auf der Hungerburg in Innsbruck. Dieses Werk sorgte f\u00fcr heftige Diskussionen, da es Menschen in Tiroler Tracht bei der Kreuzigung Christi zeigte und musste jahrelang verh\u00e4ngt werden. Auch 1955 kam es um die Wandmalereien im Innsbrucker Bahnhof zu \u00f6ffentlichen Auseinandersetzungen. Weiler ging aber unbeirrbar seinen Weg weiter. Die Kontakte mit Nicolas de Sta\u00ebl und Alfred Manessier, die Weiler 1949 w\u00e4hrend seines Paris-Stipendiums kennen gelernt hatte, best\u00e4rkten ihn. 1960 repr\u00e4sentierte er \u00d6sterreich auf der <span class=\"caps\">XXX<\/span>. Biennale von Venedig.<\/p>\n<p><span class=\"image large\">\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/koebgruppe2.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1020\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/koebgruppe2-300x199.jpg\" alt=\"koebgruppe2\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/koebgruppe2-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/koebgruppe2.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a> <\/span><\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbgruppe1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-784\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbgruppe1-300x199.jpg\" alt=\"doppelbgruppe1\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbgruppe1-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/doppelbgruppe1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/h2>\n<p>Schon bald wird das Umgehen mit kleinsten Strukturen auch eine Leitidee. Neben seiner starken intellektuellen Kontrolle bekommt der Zufall seine Rolle. Um 1961 findet Weiler \u2013 wie Edelbert K\u00f6b erkl\u00e4rt \u2013 in den Prozessen seiner eigenen Malerei, den Probierbl\u00e4ttern, einen ganz pers\u00f6nlichen Weg und daraus entwickelt sich ein befreiter Strom der Zeichnung: Virtuose, sich von der Abstraktion zum expressiven Gestus spannenden Tuschpinselarbeiten der Sechzigerjahre und reife, sich in freien Variationen entfaltenden Bleistift- und Tuschebl\u00e4tter der Siebzigerjahre, die in monumentale Zeichnungen m\u00fcnden. Die Probierbl\u00e4tter sind nach neuesten Erkenntnissen die zentralen Bezugspunkte nicht nur des malerischen, sondern auch des zeichnerischen Sp\u00e4twerkes.<\/p>\n<p><span class=\"image large\">\u00a0 <\/span><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/koeberklaert1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1018\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/koeberklaert1-300x199.jpg\" alt=\"koeberklaert1\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/koeberklaert1-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/koeberklaert1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/uprsch.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1265\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/uprsch-300x199.jpg\" alt=\"uprsch\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/uprsch-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/uprsch.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/koeberklaert6.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1019\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/koeberklaert6-300x199.jpg\" alt=\"koeberklaert6\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/koeberklaert6-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/koeberklaert6.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>1964 schreibt er in seinen \u201cTag- und Nachtheften\u201d, in denen er von 100060 bis 1991 sein k\u00fcnstlerisches Schaffen denkerisch und selbstreflexiv begleitete, aber auch den Kunstbetrieb kommentierte, ein erstes Mal \u00fcber seine Zeichnungen. Diese spannenden Dokumente k\u00f6nnten jetzt nicht ver\u00f6ffentlicht werden, weil das in die Pers\u00f6nlichkeitsrechte vieler noch Lebender eingreifen w\u00fcrde. Er jedenfalls hat zugelassen, dass Kunsthistoriker Zitate daraus genommen haben. Wie weit er ihnen diese Zitate gegeben hat oder sie das Ganze lesen konnten, wei\u00df man nicht.<\/p>\n<p>Aus diesen Heften geht hervor, dass er mit Sch\u00fcchternheit zu k\u00e4mpfen hatte, aber auch sehr selbstbewusst war und ganz klar gesehen hat, was er wollte \u2013 ein zeitgen\u00f6ssischer K\u00fcnstler sein. Die Abstraktion hielt er f\u00fcr den grunds\u00e4tzlichen Ausdruck der Zeit.<\/p>\n<h3>Gespr\u00e4ch mit Kuratorin Antonia Hoerschelmann<\/h3>\n<p>Im Anschluss folgte ein \u00fcberaus interessantes Gespr\u00e4ch mit der f\u00fcr die Kunst des 20. und 21.Jahrhunderts zust\u00e4ndigen Kuratorin Antonia Hoerschelmann zu den Sammlungsstrategien der Albertina bez\u00fcglich der \u00f6sterreichischen sowie internationalen Nachkriegsavantgarden und ihrer Forschungsschwerpunkte und \u2013vernetzungen in diesem Bereich.<\/p>\n<p><span class=\"image large\">\u00a0 <a class=\"large\" href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/hoerschelmann1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-947\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/hoerschelmann1-300x199.jpg\" alt=\"hoerschelmann1\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/hoerschelmann1-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/hoerschelmann1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>Antonia Hoerschelmann kam 1992 mit einer neu geschaffenen Kuratorenstelle ins Haus. Dass noch vor der Ausgliederung der Museen unter Konrad Oberhuber eine Kuratorin f\u00fcr den zeitgen\u00f6ssischen Bereich installiert wurde, war eine gro\u00dfe \u00d6ffnung. Grund f\u00fcr diese gew\u00fcnschte st\u00e4rkere Pr\u00e4senz war, dass Konrad Oberhuber, obwohl Raffael-Experte, von seinem l\u00e4ngeren Lehraufenthalt aus den <span class=\"caps\">USA<\/span> mit einer gro\u00dfen Begeisterung f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Kunst nach Europa zur\u00fcckgekehrt ist. Dies f\u00fchrte zu verst\u00e4rkten Erwerbungen aus dem zeitgen\u00f6ssischen Bereich. Oberhuber tr\u00e4umte davon, \u201eden Raffael des 20. Jahrhunderts zu finden\u201c.<\/p>\n<p>Direktor Klaus Albrecht Schr\u00f6der intensiviert mit Ausstellungen in erweiterten Ausstellungsfl\u00e4chen den Fokus auf das 20. Jhdt. Antonia Hoerschelmann kuratierte im Jahr 2003 die Ausstellung Edvard Munch zur Wiederer\u00f6ffnung der Albertina. Die Gesamtheit des k\u00fcnstlerischen Schaffens wird nun Thema der Pr\u00e4sentationen, die Gegen\u00fcberstellung diverser k\u00fcnstlerischer Techniken erlaubt eine intensive Ann\u00e4herung an den k\u00fcnstlerischen Schaffensprozess.<\/p>\n<p>Zeitgen\u00f6ssische Kunst zu sammeln und zu pr\u00e4sentieren hat seit der Gr\u00fcndung der Albertina stets stattgefunden. Von Albert von Sachsen-Teschen \u00fcber seine Nachfolger war die zeitgen\u00f6ssische Kunst stets wichtiger Sammlungsschwerpunkt.<\/p>\n<p><span class=\"image large\">\u00a0 <a class=\"large\" href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/gesprhoerschelmann1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-903\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/gesprhoerschelmann1-300x199.jpg\" alt=\"gesprhoerschelmann1\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/gesprhoerschelmann1-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/gesprhoerschelmann1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>Seit der Ausgliederung der Museen gibt es keine definierte Aufgliederung der Gesamtbudgets, somit keinen klar ablesbaren Ankaufsetat. Abh\u00e4ngig von der Basisdotierung, der notwendigen Abgeltung des Bundes speisen sich die Mittel f\u00fcr Neuerwerbungen zum einen aus hausinternen Ressourcen (Sponsoren, Spenden, Kooperationsvertr\u00e4gen mit Wirtschaftspartnern und Privatpersonen, etc.) und zum anderen aus \u00f6ffentlichen Finanzierungsmodellen (Galerief\u00f6rderung, \u00d6sterreichische Ludwigstiftung, etc.). Die Erweiterung der Sammlung verdankt die Albertina Schenkungen und Vereinbarungen zu (Dauer)leihgaben. Gegen\u00fcber Privaten bzw. Firmen, die Sammlungen aufbauen, sind heutzutage generell \u00f6ffentliche Institutionen auch international finanziell sehr benachteiligt. Daher helfen die mittlerweile unverzichtbaren Trustees oder Bords der einzelnen Museen und Institutionen, die M\u00f6glichkeit zu schaffen, Erwerbungsw\u00fcnsche zu realisieren.<\/p>\n<p>Zur Finanzierung von Ausstellungen sind Kooperationen notwendig, die eine Wahrnehmung des Projekts durch eine breitere \u00d6ffentlichkeit voraussetzen. Nur selten ist es m\u00f6glich, auch weniger publikumswirksame, wenn auch bedeutende Projekte zu realisieren, wie z.B. die William Kentridge-Ausstellung, die allein wegen der notwendigen technischen Einbauten einen gro\u00dfen finanziellen Aufwand bedeuteten.<\/p>\n<p><span class=\"image large\">\u00a0 <a class=\"large\" href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/hoerschelmann3.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-948\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/hoerschelmann3-300x199.jpg\" alt=\"hoerschelmann3\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/hoerschelmann3-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/hoerschelmann3.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>\u201eWie ist die Situation der Forschung im Haus?\u201c \u2013 \u201eForschung findet kontinuierlich im Rahmen der Ausstellungsprojekte der Albertina statt. Deren Ergebnisse werden im Katalog zur jeweiligen Ausstellung publiziert. Eine weitere Aufgabe liegt in der Erstellung von Bestandskatalogen. Dar\u00fcberhinaus wurden bisher \u00fcber die finanzielle Unterst\u00fctzung der Nationalbank und den Fond zur F\u00f6rderung wissenschaftlicher Forschung mehrere Projekte realisiert\u201c.<\/p>\n<p>\u201eJa, die L\u00fccke Forschung zu bestimmten Gebieten der Avantgarden ist gro\u00df und war vor 20 Jahren noch massiver. 1989 kuratierte ich mit Direktor Konrad Oberhuber die Ausstellung \u201esechzig \u2013 Zeichnungen einer Generation\u201c, um das Ph\u00e4nomen der \u00f6sterreichischen K\u00fcnstler der Jahrg\u00e4nge 1928 \u2013 1930 zu reflektieren \u2013Gezeigt wurden Werke von Arnulf Rainer, Gerhard R\u00fchm, Johann Fruhmann, Wolfgang Hollegha, Josef Mikl, Karl Anton Fleck, Friedensreich Hundertwasser, Alfred Hrdlicka, Anton Lehmden, Georg Eisler, Wolfgang Hutter, Rudolf Sch\u00f6nwald, Ernst Fuchs, Georg Chaimovicz, Arik Brauer, Mario Decleva. Mittlerweile haben doch einige wesentliche Aufarbeitungen stattgefunden , wie auch sukzessive die j\u00fcngeren Generationen von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen mit der nat\u00fcrlichen historischen Distanz neue Blicke auf diese letztlich aber weiterhin noch viel zu wenig erforschte Avantgarde der Nachkriegszeit richten.<\/p>\n<p>Antonia Hoerschelmann hat unter dem Titel \u201eTendenzen der o\u0308sterreichischen Malerei zwischen 1918\u20131938 und ihre Relationen zur europa\u0308ischen Kunst des 20. Jahrhunderts\u201c zur Zwischenkriegszeit dissertiert. Die Gespr\u00e4chsrunde ist sich einig dar\u00fcber, dass ein seri\u00f6ses Studium der Kunstgeschichte viel Zeit braucht, um auch Dank einer eingehenden Grundlagenforschung zu neuen Informationsquellen zu gelangen. Da liegt das Thema der heute immer wieder diskutierten \u201eTextflut\u201c nahe, der in Zukunft durch gelegentlichen Verzicht auf Kataloge begegnet werden soll, zumal die Zeitschriftenf\u00f6rderung eingestellt wurde.<\/p>\n<p>Vom Lesen zum Sehen: \u201eHat sich etwas ver\u00e4ndert am Wahrnehmen, an den Sehgewohnheiten? Hat sich dieses Bed\u00fcrfnis der Gesellschaft ver\u00e4ndert? Was spiegelt das wieder?\u201c \u2013 \u201eBei unseren gro\u00dfen Ausstellungen sehen wir, dass die Unterst\u00fctzung durch Backgroundmaterial gut angenommen, ja mittlerweile sogar vorausgesetzt wird. Ich sehe manchmal die Gefahr, dass die Besucher mehr Zeit damit verbringen die Texte zu lesen, als die Kunstwerke anzusehen.\u201c Die Probleme von Audioguides werden diskutiert, die Frage erhoben, ob die Tablet-Technik weiterverfolgt wird. \u201eJa, in der Albertina wird nun mit Tablets gearbeitet, wobei in der Verwendung ein besonderes Augenmerk darauf gerichtet wird, die gezeigten Originale mit Vergleichsbeispielen, Dokumentationsmaterial, etc. zu hinterleuchten.\u201c<\/p>\n<p><span class=\"image large\">\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RebeccaKatharina2.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1167\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RebeccaKatharina2-300x199.jpg\" alt=\"rebeccakatharina2\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RebeccaKatharina2-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RebeccaKatharina2.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a> <\/span><\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.sammlungfriedrichshof.at\/\" target=\"_blank\">Zweite Exkursion auf den Friedrichshof<\/a><\/h2>\n<p>Am 23. September 2011 gab es einen weiteren Archivausflug auf den Friedrichshof. 8 Mitglieder des Netzwerks ViennAvant aus den Bereichen Kunstgeschichte, Architekturtheorie, Germanistik und Medienwissenschaft nahmen an der Exkursion teil.<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung von Hubert Klocker zur Geschichte der Sammlung Friedrichshof gab interessante Einblicke auch zu Kulturpolitik und Museumsstrategien.<\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GruppeF1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-912\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GruppeF1-300x199.jpg\" alt=\"gruppef1\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GruppeF1-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GruppeF1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a> <\/span><\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GruppeF4.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-913\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GruppeF4-300x199.jpg\" alt=\"gruppef4\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GruppeF4-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GruppeF4.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a> <\/span><\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GruppeF5.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-914\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GruppeF5-300x199.jpg\" alt=\"gruppef5\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GruppeF5-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GruppeF5.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a> <\/span><\/p>\n<p>In der von ihm kuratierten <a href=\"http:\/\/www.sammlungfriedrichshof.at\/de\/ausstellungen\/\" target=\"_blank\">Ausstellung Ion Grigorescu<\/a> brachte Klocker diesen wichtigen rum\u00e4nischen Avantgardisten als K\u00fcnstler wie als Mensch der ForscherInnengruppe nahe.<\/p>\n<p><span class=\"image medium\">\u00a0\u00a0<\/span><span class=\"image large\"><a class=\"large\" href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/images\/223\/original\/BFetzF1.JPG\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-906 alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Grig2-199x300.jpg\" alt=\"grig2\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Grig2-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Grig2.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>\u00a0 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1016 alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Klocker3-199x300.jpg\" alt=\"klocker3\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Klocker3-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Klocker3.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Grig4.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-907\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Grig4-300x199.jpg\" alt=\"grig4\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Grig4-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Grig4.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BFetzF1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-622\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BFetzF1-300x199.jpg\" alt=\"bfetzf1\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BFetzF1-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BFetzF1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend widmeten sich die BesucherInnen der intensiven Betrachtung der Sammlung und Gespr\u00e4chen in kleinen Gruppen.<\/p>\n<p><span class=\"image medium\">\u00a0<a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BFetzF2.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-623 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BFetzF2-199x300.jpg\" alt=\"bfetzf2\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BFetzF2-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BFetzF2.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/MPUW.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1087 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/MPUW-199x300.jpg\" alt=\"mpuw\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/MPUW-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/MPUW.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/UW.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1275 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/UW-199x300.jpg\" alt=\"uw\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/UW-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/UW.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/SchR.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1229 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/SchR-199x300.jpg\" alt=\"schr\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/SchR-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/SchR.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"clearfix divider\"><\/div>\n<p>Zuletzt f\u00fchrte Amalia Rausch wieder durch die Anlage des Friedrichshofs und fasste die Geschichte der Kommune zusammen.<\/p>\n<p>Mehr zur Sammlung sowie zur Geschichte der Kommune weiter unten im Bericht zur ersten Exkursion auf den Friedrichshof.<\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/tfm.univie.ac.at\/\" target=\"_blank\">Im Institut f\u00fcr Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universit\u00e4t Wien<\/a><\/h2>\n<p><span class=\"image medium\">\u00a0<a class=\"medium\" href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh5.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-591\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh5-199x300.jpg\" alt=\"archth5\" width=\"133\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh5-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh5.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 133px) 100vw, 133px\" \/><\/a><\/span>Trotz Semesterende schafften es 9 ForscherInnen aus Theater-, Musik- und Kunstwissenschaft, Germanistik und Architekturgeschichte, am Archivgespr\u00e4ch am 1. Juli 2011 im Institut f\u00fcr Theater-, Film- und Medienwissenschaft teilzunehmen.<\/p>\n<p>Frau Prof. Brigitte Marschall war durch eine Dissertationspr\u00e4sentation verhindert. Ihre Dissertantin Camilla Henrich machte die Anwesenden jedoch eingehend und lebendig mit den vielen Facetten ihres Forschungsprojekts zur Aufarbeitung des Dramatischen Zentrums vertraut.<\/p>\n<p>Das Ergebnis war sehr spannend:<\/p>\n<p><span class=\"image medium\"><a class=\"medium\" href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh4.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-590 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh4-199x300.jpg\" alt=\"archth4\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh4-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh4.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>\u00a0 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-596 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh10-199x300.jpg\" alt=\"archth10\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh10-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh10.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>\u00a0 <\/span><\/p>\n<div class=\"clearfix divider\"><\/div>\n<p>Eingehend wurden der Gr\u00fcndungsmythos des \u201cDramatischen Zentrums\u201d und die verschiedenen Motive, die zu seiner Entstehung \u2013 wie auch dann zur Schlie\u00dfung im Jahr 1989 \u2013 f\u00fchrten, behandelt. \u00dcberraschend war es f\u00fcr die Expertinnen zu h\u00f6ren, dass dieses so alternative Projekt \u201eDramatisches Zentrum\u201c im Rahmen des Burgtheaters gegr\u00fcndet wurde und auch in den Anf\u00e4ngen seine Vereinsadresse im Burgtheater hatte.<\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a class=\"medium\" href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh3.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-589\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh3-300x199.jpg\" alt=\"archth3\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh3-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh3.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span class=\"image medium\"><a class=\"medium\" href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh11.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-597\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh11-300x199.jpg\" alt=\"archth11\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh11-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh11.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>Viele Exemplare der themenbezogenen Hefte \u201etexte zur theaterarbeit\u201c wurden herumgereicht. Auch in interessante Dokumente wie z.B. ein Antrag von Peter Weibel auf ein Stipendium f\u00fcr wahlweise drei Theaterst\u00fccke konnte Einsicht genommen werden.<\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a class=\"medium\" href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh7.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-593\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh7-300x199.jpg\" alt=\"archth7\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh7-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh7.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a class=\"medium\" href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-595\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh9-300x199.jpg\" alt=\"archth9\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh9-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh9.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>Die vielen Querverbindungen, die zur Sprache kamen machten das Gespr\u00e4ch besonders lebendig.<\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a class=\"medium\" href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh2.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-588\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh2-300x199.jpg\" alt=\"archth2\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh2-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh2.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>Zwei der Teilnehmerinnen widmen sich \u00e4hnlichen Forschungsprojekten zur freien Theaterszene: Angela Heide, die zur Geschichte der \u201eInsel\u201c promoviert hat, erstellt in ihrem Projekt <span class=\"caps\">KINTHETOP<\/span> ein Kompendium der Entwicklung der freien Theaterszene und ist bis in die Gegenwart mit den Entwicklungen bestens vertraut, Petra Rathmanner arbeitet an einem Forschungsprojekt zur Geschichte von Hans Gratzer und dem Ensembletheater.<\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a class=\"medium\" href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh6.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-592\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh6-300x199.jpg\" alt=\"archth6\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh6-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh6.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>Irene Suchy erinnerte an die Inszenierung des \u201eUrfaust\u201c durch Penelope Georgiou, in der Otto M. Zykan den Faust und Georgiou das Gretchen gespielt haben.<\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a class=\"medium\" href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh8.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-594\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh8-300x199.jpg\" alt=\"archth8\" width=\"430\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh8-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchTh8.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a> <\/span><\/p>\n<p>Medientechnisch wie diskursm\u00e4\u00dfig interessant war die Vorf\u00fchrung eines Mutterbands einer Club2-Diskussion zum Thema Dramatisches Zentrum und Kulturf\u00f6rderung mit dem seinerzeitigen Minister f\u00fcr Unterricht und Kunst Herbert Moritz<\/p>\n<p>Der Abend endete unter der Michaelerkuppel in einem spontanen Reflexionsgespr\u00e4ch, in dem vor allem das Fehlen von F\u00f6rderung f\u00fcr das Erarbeiten von Zusammenschau bedauert wurde, die so vieles an Einzelforschung erst produktiv machen k\u00f6nnte.<\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.sammlungfriedrichshof.at\/\" target=\"_blank\">Erste Exkursion auf den Friedrichshof<\/a><\/h2>\n<p>Mittwoch, den 1. Juni 2011 unternahm eine Gruppe von Forscherinnen und Forschern aus Kunstwissenschaft, Architekturgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaft einen ViennAvant-Archivausflug zum Friedrichshof.<\/p>\n<p><span class=\"image medium\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Amaliafuehrt1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-574 size-medium\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Amaliafuehrt1-199x300.jpg\" alt=\"amaliafuehrt1\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Amaliafuehrt1-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Amaliafuehrt1.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Ankunft.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-580 size-medium\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Ankunft-199x300.jpg\" alt=\"ankunft\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Ankunft-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Ankunft.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><br \/>\n<\/span><\/p>\n<h3>Das Gel\u00e4nde und seine Geschichte<\/h3>\n<p>Amalia Rausch, die Leiterin der Sammlung Friedrichshof, f\u00fchrte zun\u00e4chst durch die umfangreiche Anlage, die jetzt neben den Ausstellungsr\u00e4umen der Sammlung Wohnungen, K\u00fcnstlerateliers, ein Sozialprojekt, ein Seminarhotel mit Restaurant sowie Spielpl\u00e4tze umfasst und erz\u00e4hlte aus der bewegten Geschichte.<\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ImGelaende3.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-975\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ImGelaende3-300x199.jpg\" alt=\"imgelaende3\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ImGelaende3-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ImGelaende3.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Teich.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1252\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Teich-300x199.jpg\" alt=\"teich\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Teich-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Teich.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Pferde1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1152\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Pferde1-300x199.jpg\" alt=\"pferde1\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Pferde1-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Pferde1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AlteSchule.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-573\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AlteSchule-300x199.jpg\" alt=\"alteschule\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AlteSchule-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AlteSchule.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Schon im Mittelalter ist ein \u201cHeidehof\u201d erw\u00e4hnt. Um 1890 kam das Anwesen in den Besitz von Erzherzog Friedrich und wurde zum landwirtschaftlichen Mustergut Friedrichshof ausgebaut. Aus dieser Zeit stammt noch die \u201eAlte Schule\u201c. In den Drei\u00dfigerjahren wurde der Gutsbetrieb aufgegeben. 1972 erwarb die Kommune um Otto Muehl das Areal und begr\u00fcndete ein alternatives Gesellschafts- und Lebensmodell. Alte Geb\u00e4ude wurden renoviert und gro\u00dffl\u00e4chig neue mit entsprechender Infrastruktur geschaffen. Die Landschaft wurde aufgeforstet und gartenarchitektonisch umgestaltet. 1990 l\u00f6ste sich die Kommune auf, und der Friedrichshof wurde in eine Genossenschaft mit etwa 200 Anteilseignern eingebracht. Heute leben rund 150 Menschen am Friedrichshof, davon etwa 20 ehemalige Kommunemitglieder.<\/p>\n<h3>Atelierbesuch<\/h3>\n<p>Die Gruppe besuchte den K\u00fcnstler Josef Danner in seinem Atelier<\/p>\n<p><span class=\"image medium\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ElisabethDanner.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-801 size-medium\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ElisabethDanner-199x300.jpg\" alt=\"elisabethdanner\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ElisabethDanner-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ElisabethDanner.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RosemarieAtelierDanner.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1180 size-medium\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RosemarieAtelierDanner-199x300.jpg\" alt=\"rosemarieatelierdanner\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RosemarieAtelierDanner-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RosemarieAtelierDanner.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<h3>Ausstellung Jon Grigorescu<\/h3>\n<p>Es folgte die F\u00fchrung durch die 2010 von Adolf Krischanitz neu ausgebauten Ausstellungsr\u00e4ume der Sammlung.<\/p>\n<p>Die tempor\u00e4re Ausstellung ist dem 1945 in Bukarest geborenen Ion Grigorescu gewidmet, einem der bedeutendsten rum\u00e4nischen Konzept- und Performancek\u00fcnstler.<\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Grigorescu.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-908\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Grigorescu-300x199.jpg\" alt=\"grigorescu\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Grigorescu-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Grigorescu.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a> <\/span><\/p>\n<p><span class=\"image large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-575\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AmaliaGrigorscu-300x199.jpg\" alt=\"amaliagrigorscu\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AmaliaGrigorscu-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AmaliaGrigorscu.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/> <\/span><\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Ceausescu-Systems lebte er im Untergrund und arbeite bereits in den 70er-Jahren mit filmisch und fotografisch dokumentierten K\u00f6rperaktionen.<\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GrigorescuBoxing1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-910\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GrigorescuBoxing1-300x188.jpg\" alt=\"grigorescuboxing1\" width=\"400\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GrigorescuBoxing1-300x188.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/GrigorescuBoxing1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>\u00a0 <\/span><\/p>\n<p>Die Grenzen des gegen\u00fcber dem Westen damals v\u00f6llig abgeschlossenen Landes wurden nach dem gro\u00dfen Erdbeben 1977 kurz f\u00fcr Hilfe aufgemacht. Damals fuhren K\u00fcnstler nach Paris, einige blieben auch dort. Grigorescu kehrte wieder zu seiner Familie zur\u00fcck. Aber dieses kurze Fenster der Freiheit war f\u00fcr ihn ein pr\u00e4gendes Erlebnis. Den documenta 2-Katalog von Harald Szeemann nahm er mit nach Bukarest und hat ihn jahrelang unter seinem Kopfpolster gehabt. Er sei f\u00fcr ihn wie eine Bibel gewesen, erz\u00e4hlte er bei der Vernissage.<\/p>\n<p>Ion Grigorescu vertritt Rum\u00e4nien bei der Biennale Venedig 2011. Bis heute reflektiert er die auch nach der rum\u00e4nischen Revolution vorherrschende Unterdr\u00fcckungsdynamik.<\/p>\n<p><span class=\"image medium\"><span class=\"image large\"><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Grigorescu1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-909 size-medium\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Grigorescu1-199x300.jpg\" alt=\"grigorescu1\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Grigorescu1-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Grigorescu1.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/span>\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/SammlungAmalia1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1189 size-medium\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/SammlungAmalia1-199x300.jpg\" alt=\"sammlungamalia1\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/SammlungAmalia1-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/SammlungAmalia1.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<div class=\"clearfix divider\"><\/div>\n<h3>Die Sammlung<\/h3>\n<p>In der beeindruckenden permanenten Ausstellung pr\u00e4sentiert die Sammlung Friedrichshof die grundlegende Phase des Wiener Aktionismus zwischen 1960 und 1973 mit zentralen Werken. Der Wiener Aktionismus von G\u00fcnter Brus, Hermann Nitsch, Otto Muehl und Rudolf Schwarzkogler war \u00d6sterreichs bedeutendster Beitrag zu den internationalen Avantgarden der 1960er Jahre. Als Reaktion auf den Abstrakten Expressionismus wurde von den Aktionisten die Malerei zum ereignishaften Kunstwerk erweitert und die gesellschaftliche Rolle und Funktion von Kunst einer radikalen Analyse unterzogen.<span class=\"image large\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/?attachment_id=1075\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1075\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ManfredSammlung-300x199.jpg\" alt=\"manfredsammlung\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ManfredSammlung-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ManfredSammlung.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Nitsch.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1108\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Nitsch-300x199.jpg\" alt=\"nitsch\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Nitsch-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Nitsch.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/?attachment_id=1181\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1181\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RosemarieBernhardManfred-300x199.jpg\" alt=\"rosemariebernhardmanfred\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RosemarieBernhardManfred-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RosemarieBernhardManfred.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hubert Klocker, der k\u00fcnstlerische Leiter der Sammlung, der beide Ausstellungen gestaltet hat, hat die Pr\u00e4sentation jedes dieser K\u00fcnstler mit einem ihrer Fr\u00fchwerke erg\u00e4nzt, \u2013 eine interssante Intervention.<\/p>\n<p>Spannend waren die Ausf\u00fchrungen von Amalia Rausch \u00fcber die Zeit der Kommune:<\/p>\n<p>Ende der 70er-Jahre war der Aktionismus f\u00fcr Brus und auch f\u00fcr Muehl ausgereizt. Die Aktionen waren f\u00fcr Otto Muehl urspr\u00fcnglich eine Aufarbeitung der Kriegstraumata gewesen. Er wollte eine andere, eine bessere Gesellschaft. Die Kommune sah er als Fortsetzung des Aktionismus. Die Theorie hinter dem Kommunenmodell sei die Reich\u2019sche K\u00f6rpertherapie gewesen.<\/p>\n<p>Der Gap zwischen dem so ungeheuer dynamischen und stets vor Ideen spr\u00fchenden Otto Muehl und den jungen Kommunemitgliedern sei sehr gro\u00df gewesen. Um sie aus ihrer Passivit\u00e4t herauszuholen, habe er, der selbst damals bei Dvorak Therapie machte, das Modell der permanenten therapeutischen Arbeit entwickelt \u2013 was die Jungen infantil gemacht habe.<\/p>\n<p>\u201eDas Leben war nicht geruhsam, schildert Amalia Rausch. \u201eWir haben gearbeitet, haben Kunst gemacht, gemalt, Filme produziert. Jeden Abend gab es Aktzeichnen. Und da waren die Kinder, die P\u00e4dagogik, die Schule, die Gesundheitsstation. Niemand ist allein gelassen worden. Aber alle haben alle beobachtet, waren st\u00e4ndig in Konkurrenz. Das war ein unglaublicher Stress. Aus der Konkurrenzsituation heraus wollte jeder was Gutes bringen. Denn die Beliebteren wurden mehr umworben. Alles, auch die Fehler wurden besprochen. Sanktion war der Hierarchieplatz\u2026\u201c<\/p>\n<p>Auch Otto Muehl hat sich bem\u00fcht, die Erwartungen der Gruppe zu erf\u00fcllen. Aber er hat von Anfang an als Underground-Guru die Rolle des Patriarchen gehabt und ist von uns abgrundtief bewundert worden. Das ist ihm zu Kopf gestiegen. Wir waren zu begeistert, es haben sich Hierarchien entwickelt, vor allem eine bestimmende Bewusstseinshierarchie.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AmaliaSammlung.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-576\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AmaliaSammlung-300x199.jpg\" alt=\"amaliasammlung\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AmaliaSammlung-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AmaliaSammlung.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BernhardRosemarieAmalia.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-618\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BernhardRosemarieAmalia-300x199.jpg\" alt=\"bernhardrosemarieamalia\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BernhardRosemarieAmalia-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BernhardRosemarieAmalia.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u201cWar das Agieren am Finanzmarkt nicht ein Widerspruch zu den \u00f6konomisch-alternative Ans\u00e4tzen?\u201d Amalia Rausch: \u201cWir sagten uns: die Gesellschaft ist kapitalistisch. Wir gehen da spielerisch rein \u2013 und das ging, weil wir ja nicht davon leben mussten \u2013 und investieren das Geld in ein anderes besseres Lebensmodell. Wir waren immer offen, alles kennen zu lernen.\u201d<\/p>\n<p>\u201eDas Ende war ein Schock\u201c, schildert Amalia Rausch. \u201eWir waren es ja nicht gewohnt, f\u00fcr uns selbst zu sorgen. In der Kommune war f\u00fcr alles gesorgt.\u201c Von einem Tag auf den anderen stand sie da als Alleinerzieherin mit zwei Kindern. Aber sie bedauere nichts. Es sei eine so volle Zeit gewesen. In den 80er-Jahren habe sie in den Stadtkommunen in Genf, dann in D\u00fcsseldorf gelebt, sp\u00e4ter auf Gomera.<\/p>\n<p>Am Ende habe es auch ein Vaterschaftsprojekt gegeben. Alle haben sich im <span class=\"caps\">AKH<\/span> untersuchen lassen, damit klar wird, wer der biologische Vater ist.<\/p>\n<p>Die Kinder sind vermehrt in die Kunst gegangen. Die Kunstpr\u00e4gung ist ziemlich stark gewesen. 2010 gab es 20-Jahre-Fest, zu dem 400 Leute kamen, sehr emotional in der Freude, einander wieder zu sehen und auch voll Bewegung, als um Verzeihung gebeten wurde f\u00fcr das, was alles geschehen war.<\/p>\n<p>Das Kommunenarchiv mit tausenden Filmen ist noch geschlossen. Die Generalversammlung der Genossenschaft hat die \u00d6ffnung f\u00fcr wissenschaftliches Arbeiten noch nicht genehmigt. Es gibt einen internen Katalog, und Amalie Rausch ist mit der technischen Sicherung der Archivbest\u00e4nde befasst.<\/p>\n<h3>Architekturf\u00fchrung<\/h3>\n<p>Anschlie\u00dfend f\u00fchrte noch Bernhard Steger von der ViennAvant-Gruppe zu den am Rande der Anlage erbauten interessanten Privath\u00e4usern, was Anlass zu Gespr\u00e4chen \u00fcber Baukultur, Regionalgeschichte und \u00d6kologie bot.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/FuehrungBernhard.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-877\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/FuehrungBernhard-300x199.jpg\" alt=\"fuehrungbernhard\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/FuehrungBernhard-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/FuehrungBernhard.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Haus.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-921\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Haus-300x199.jpg\" alt=\"haus\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Haus-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Haus.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Haus3.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-922\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Haus3-300x199.jpg\" alt=\"haus3\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Haus3-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Haus3.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Reflexionsgespr\u00e4ch<\/h3>\n<p>Den Abschluss bildete ein Reflexionsgespr\u00e4ch im Gastgarten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BernhardElisabeth3.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-616\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BernhardElisabeth3-300x199.jpg\" alt=\"bernhardelisabeth3\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BernhardElisabeth3-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/BernhardElisabeth3.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ManfredReflexion.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1074\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ManfredReflexion-300x199.jpg\" alt=\"manfredreflexion\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ManfredReflexion-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ManfredReflexion.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.mumok.at\/\" target=\"_blank\">Im <span class=\"caps\">MUMOK<\/span><\/a><\/h2>\n<p>Freitag, den 8.4. 2011 fand im <span class=\"caps\">MUMOK<\/span> das 3. ViennAvant-Archivgespr\u00e4ch statt. Eva Badura-Triska begr\u00fc\u00dfte die interdisziplin\u00e4re Gruppe aus ViennAvant \u2013 14 Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen der Kunstwissenschaft, Architekturgeschichte, Germanistik, Theaterwissenschaft und Psychoanalyse \u2013 und begann mit einer Expertenf\u00fchrung durch die von ihr kuratierte Ausstellung <a href=\"http:\/\/www.mumok.at\/programm\/ausstellungen\/direct-art\/\" target=\"_blank\">Direct Art<\/a>, die den Wiener Aktionismus im Kontext zeitgleich geschaffener internationaler Werke zeigt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK2.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-584\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK2-300x199.jpg\" alt=\"archivgmumok2\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK2-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK2.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Aktionismus \u2013 so Eva Badura-Triska \u2013 entstand im wertkonservativen Wien wegen der spezifischen soziokulturellen Situation, der unaufgearbeiteten Nazizeit und war deshalb um einen Schuss radikaler im internationalen Vergleich, immer aber auf der H\u00f6he der Zeit.<\/p>\n<p>Die St\u00e4rke der Sammlung liegt in den 60er-Jahren. Es gab in der \u00c4ra der Direktion K\u00f6b einen Schub an Neuank\u00e4ufen \u2013 was wichtig war, weil inzwischen durch den internationalen Boom die Preise gestiegen sind. Das <span class=\"caps\">MUMOK<\/span> verf\u00fcgt nun \u00fcber ein tolles Forschungsarchiv mit einer F\u00fclle von Fotos, Dokumenten und Filmen.<\/p>\n<p>Die Ausstellung \u201eDirect Art\u201c ist in f\u00fcnf thematische Stationen strukturiert: Die Erweiterung der Malerei, Materialbilder und inszenierte Fotografie, Bez\u00fcge zur Musik, gesellschaftspolitisches Engagement und schlie\u00dflich K\u00f6rperkunst.<\/p>\n<p>Im ersten Themenblock sind Werke, in denen Nitsch Muehl, Brus und Schwarzkogler ihren Ausstieg aus dem Tafelbild vollziehen, Beispielen der Erweiterung der Bildfl\u00e4che bei Allan Kaprow, Robert Rauschenberg, Niki des Saint Phalle, Lucio Fontana gegen\u00fcbergestellt sowie Shozo Shimamoto, der bereits 1951 Leinwand \u00f6ffnet. Es geht um die Konstituierung eines Energiefelds. Yves Klein steht im Kontext von Vertretern der japanischen Gutai-Bewegung, die er vielleicht gekannt hat. Sie haben schon 1955 mit dem eigenen K\u00f6rper agiert \u2013 wie etwas sp\u00e4ter Carolee Schneemann.<\/p>\n<p><span class=\"image large\"><a class=\"large\" href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK3.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-585\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK3-300x199.jpg\" alt=\"archivgmumok3\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK3-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK3.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>Im Bereich inszenierte Fotografie ergab sich eine lebhafte Diskussion rund um die Frage des Werkbegriffs und der Auswahl der Fotos. Die Fotografen, die meist Freunde waren, haben keine Anweisungen bekommen, erz\u00e4hlte Eva Badura-Triska. Die Idee war, kein eigenes k\u00fcnstlerisches Anliegen hineinzubringen. (im Unterschied zu den Filmern, z.B. Kurt Kren). Kontaktabz\u00fcge wurden gemacht. Die haben die K\u00fcnstler genommen und dann oft Ausschnitte gew\u00e4hlt. Schwarzkogler machte Collagen mit Ausschnitten. Es gibt Skizzenb\u00fccher. Alles ausarbeiten lie\u00df erst 1970 der F\u00f6rderer der Aktionisten Francesco Conz. Was die K\u00fcnstler wollten, hat sich dauernd ge\u00e4ndert. Das mediale Bewusstsein war noch nicht so ausgebildet. Fazit: Die authentische Pr\u00e4sentation gibt es nicht.<\/p>\n<p>Weiters wird die Selbstinszenierung der K\u00fcnstler diskutiert, z.B. dass sie h\u00e4ufig bei Aktionen einen Anzug trugen. Man trug damals viel mehr Anzug. Er geh\u00f6rte z.B. bei Schwarzkogler zur \u201eIkonografie\u201c, war aber auch, wie August Ruhs vermutet, Immunisierungsstrategie.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-583\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK1-300x199.jpg\" alt=\"archivgmumok1\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK1-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Verschn\u00fcrungen und Ger\u00fcmpel mit aggressiven Gegenst\u00e4nden entsprachen dem plastischen Denken von Otto M\u00fchl. F\u00fcr ihn sind seine Materialaktionen stark mit Kriegserinnerungen verbunden. Auch Burri, Tinguely und viele andere haben in dieser Zeit Ger\u00fcmpel verwendet, oder Verschn\u00fcrungen, wie z.B. Christo. Interessant sind die unterschiedlichen Wege: Adolf Frohner geht bis hierher mit, indem er das Bild \u00f6ffnet, Ger\u00fcmpel einbringt, an der Blutorgel teilnimmt. Dann zieht er sich zur\u00fcck und arbeitet gegenst\u00e4ndlich. Alfons Schilling tut den Schritt von der informellen Malerei zur Bewegung mit seinen Sehmaschinen, aber geht nicht mehr in die Aktion.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK4.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-586\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK4-300x199.jpg\" alt=\"archivgmumok4\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK4-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK4.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Unbeachtet geblieben ist bis jetzt die wesentliche Rolle der Musik f\u00fcr den Aktionismus. Das Ensemble \u201edie reihe\u201c wurde damals gegr\u00fcndet, John Cage war in Wien. Die Aktionisten haben sich von diesen Neuerungen anregen lassen, schrieben Partituren, haben mit Ger\u00e4uschmusik experimentiert. Nitsch hatte, wie auch die Wiener Gruppe einen Plattenspieler, und Musik ist in seinem Orgienmysterientheater wesentlich. Rudolf Schwarzkogler organisierte 1964 das Luftballonkonzert von Otto M\u00fchl, f\u00fcr das es auch eine Partitur gab. Brus hat, obwohl er nicht Noten lesen kann, Musiknotationen gemacht, um in den Raum zu gehen. Er verstand Musik als r\u00e4umliches Erlebnis. Es gibt auch Partituren von Brus f\u00fcr nicht realisierte Aktionen.<\/p>\n<p>Diskutiert wurde \u00fcber die spannende Figur Anestis Logothetis, der ab 1967 graphische Notationen gemacht hat. Es gibt von ihm Partituren, die denen von Brus \u00e4hneln. Logothetis war eng mit Wiener Aktionisten verbunden, hat in der Blutorgel Ger\u00e4usch aufgenommen, war auch Akteur bei M\u00fchl und hat sich mit psychomotorischen Ger\u00e4uschaktionen besch\u00e4ftigt. Die Frage ist, wo der Nachlass eines solchen Grenzg\u00e4ngers seinen Platz finden kann.<\/p>\n<p>Das gesellschaftliche Anliegen des Wiener Aktionismus war es, die Wirklichkeit in all ihren Aspekten in die Kunst zu bringen. Doch der Aktionismus ist keine politische Kunst, betont Eva Badura-Triska. Die Vietnamparty 1966 von Otto M\u00fchl war eine zynische anarchistische Angelegenheit mit dem Ziel, sich \u201eabzusetzen von den vielen nutzlosen Demonstrationen\u201c und zu zeigen, dass der Mensch eine Bestie ist. Auch in \u201eKunst und Revulution\u201c wurden die linken Studenten, die wirklich ein gesellschaftspolitisches Anliegen hatten, mit einer radikalen Kunstaktion \u201egelegt\u201c. Hermann Nitsch dagegen machte Aktionstheater mit Vostell, dessen Vietnamparty 1967 ein Aktionsausflug war.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK5.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-587\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK5-300x199.jpg\" alt=\"archivgmumok5\" width=\"400\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK5-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/ArchivgMUMOK5.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Love, Sex, War waren die gro\u00dfen Themen der 68er. In der Ausstellung gibt es einige Verweise zu Pop Art, der es um die Kritik an der Konsumgesellschaft ging. In diesem Themenblock haben auch Werke wie die Beuys-Schachtel, seine \u201eDirekte Demokratie\u201c-Bl\u00e4tter und die M\u00fchl-Skulptur aus Omo-Schachteln Raum.<\/p>\n<p>Im Bereich K\u00f6rperkunst ist der Umstand ein Diskussionspunkt, dass G\u00fcnter Brus seine radikalste Aktion nicht mehr ver\u00f6ffentlichen will.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AktionsrAusst.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-570\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AktionsrAusst-300x189.jpg\" alt=\"aktionsrausst\" width=\"400\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AktionsrAusst-300x189.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AktionsrAusst.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AktionsrBrus.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-571 alignleft\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AktionsrBrus-220x300.jpg\" alt=\"aktionsrbrus\" width=\"147\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AktionsrBrus-220x300.jpg 220w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AktionsrBrus.jpg 563w\" sizes=\"auto, (max-width: 147px) 100vw, 147px\" \/><\/a>Anschlie\u00dfend besuchte die Gruppe noch mit <a href=\"http:\/\/www.mumok.at\/programm\/vorschau\/vorschau-2011\/aktionsraum-1\/\" target=\"_blank\">Aktionsraum 1<\/a> eine klassische Archivausstellung. Eva Badura-Triska gab eine Einf\u00fchrung zu dem 1969 in M\u00fcnchen von Eva Madelung, Alfred Gulden und Peter Nemetschek als Ort f\u00fcr einen erweiterten Kunstbegriff betriebenen Aktionsraum 1. In diesem einen Jahr fanden 50 Aktionen statt, u.a. die \u201eZerrei\u00dfprobe\u201c von G\u00fcnter Brus, den \u201eBaum\u201c von Giuseppe Penone, der \u201eBrotraum\u201c von K.F. G\u00fcnther und das 7. Abreaktionsspiel von Hermann Nitsch. Nach Abriss des Geb\u00e4udes stellten sich Gulden und seine Freunde \u2013 wie damals auch Otto M\u00fchl \u2013 die Frage: Ist es in dieser politischen Situation noch sinnvoll, Kunst zu machen? Sie arbeiteten die Interventionen dieses Jahres auf, brachten eine Dokumentation heraus und der Sammler <a href=\"http:\/\/www.hamburgerbahnhof.de\/text.php?id=99&amp;lang=de\" target=\"_blank\">Egidio Marzona<\/a> erwarb die Relikte und Artefakte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AktionsrPenone.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-572\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AktionsrPenone-300x207.jpg\" alt=\"aktionsrpenone\" width=\"400\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AktionsrPenone-300x207.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/AktionsrPenone.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Gespr\u00e4ch wurde noch nach Museumsschluss fortgesetzt. Dabei ging es wesentlich um methodische wie strategische Fragen eines Archivs, das eng mit einer Sammlung verkn\u00fcpft ist. Es sei jetzt schon sehr viel digitalisiert, sagte Eva Badura-Triska, vieles sei aber noch in dicken Ordnern. Geplant ist jedoch, alles online zustellen, auch eine l\u00fcckenlose Evidenz der Aktionsfotos.<\/p>\n<p>Die Frage der K\u00fcnstlernachl\u00e4sse wurde mehrmals angesprochen. Ebenso Filme und Filmrechte. Ein Archivmuseum fehle. Eva Badura-Triska k\u00f6nnte sich einen Dachverband der Archive vorstellen. Eine Evidenz der Archive aufzustellen, sei von Beginn an ein Desiderat von ViennAvant gewesen, sagt Helga K\u00f6cher<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Essl-Museum Freitag, den 14. Oktober stand wieder eine Exkursion auf dem Programm: Eine Gruppe von 7 Architektur-, Kunst-, Medien-, Literatur- und TheaterwissenschaftlerInnen folgte der Einladung zu einem vielf\u00e4ltigen Archivgespr\u00e4ch ins Essl-Museum nach Klosterneuburg und wurde einen ganzen Nachmittag lang durch die f\u00fcnf aktuellen Ausstellungen sowie durch einige Abteilungen des Depots gef\u00fchrt. Ged\u00e4chtnisausstellung Markus Prachensky &hellip; <a href=\"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/interdisziplinaerer-diskurs\/archivgespraeche\/archivgespraeche-2011\/\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Archivgespr\u00e4che 2011<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2490,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2502","page","type-page","status-publish","hentry"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2502","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2502"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2502\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2490"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2502"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}