{"id":2430,"date":"2016-12-15T12:10:54","date_gmt":"2016-12-15T12:10:54","guid":{"rendered":"http:\/\/viennavant.cloud.d2mc.com\/?page_id=2430"},"modified":"2016-12-15T12:10:54","modified_gmt":"2016-12-15T12:10:54","slug":"referat-daniel-ender","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/symposium-teststrecke-kunst-wiener-avantgarden-nach-1945\/wiener-grund\/referat-daniel-ender\/","title":{"rendered":"Referat Daniel Ender"},"content":{"rendered":"<div id=\"main\">\n<div id=\"content\">\n<div id=\"contentMain\">\n<h2>Zur Orientierung, Positionierung und Etablierung zeitgen\u00f6ssischen Komponierens in Wien 1945\u201375<\/h2>\n<p>Nach dem nationalsozialistischen Kahlschlag standen jene Wiener Komponisten, die eine avancierte Richtung verfolgten, vor mehrfachen Schwierigkeiten. Bevor daran zu denken war, den Anschluss an internationale avantgardistische Richtungen zu suchen, galt es zun\u00e4chst, den enormen Nachholbedarf in Bezug auf die vormals verfemte klassische Moderne abzudecken. Dass die Orientierung \u00fcber die musikalische Avantgarde dann um ein bundesdeutsches Zentrum kreiste, bildete nach der j\u00fcngsten Geschichte ein lange nachwirkendes Paradox. W\u00e4hrend es zun\u00e4chst in der Wiener musikalischen \u00d6ffentlichkeit selbst keinen Platz f\u00fcr avantgardistische Positionen zu geben schien, konnte sich erst das 1958 von Friedrich Cerha und Kurt Schwertsik gegr\u00fcndete Ensemble \u201edie reihe\u201c ein regelm\u00e4\u00dfiges Podium erobern. Dies brachte jedoch noch keineswegs Auff\u00fchrungsm\u00f6glichkeiten in gr\u00f6\u00dferem Rahmen mit sich, weshalb die Komponisten noch lange auf Veranstalter von au\u00dferhalb angewiesen waren. Der Wiener Grund blieb diesbez\u00fcglich bis in die 1970er Jahre ein Entwicklungsgebiet, auch wenn hier Werke entstanden, die zu neuen \u00e4sthetischen Ufern aufbrachen. Das Spannungsfeld zwischen Kreativit\u00e4t und (\u00f6ffentlicher) Resonanz wird im Zentrum meiner \u00dcberlegungen stehen.<\/p>\n<blockquote><p>Daniel Ender, Mag., Studium Musikwissenschaft, Philosophie und Germanistik sowie Instrumentalp\u00e4dagogik Klavier und Orgel in Wien. Redakteur der \u00d6sterreichischen Musikzeitschrift, Musikkritiker und St\u00e4ndiger Freier Mitarbeiter der Tageszeitung Der Standard sowie der Neuen Z\u00fcrcher Zeitung, Vortragst\u00e4tigkeit und Komponistengespr\u00e4che u.a. f\u00fcr die Wiener Festwochen und die \u00d6sterreichische Gesellschaft f\u00fcr Musik. Publikationen (Auswahl): Der Wert des Sch\u00f6pferischen. Achtzehn Portraitskizzen und ein Essay, Wien 2007. Lexikonartikel f\u00fcr <span class=\"caps\">KDG<\/span>, <span class=\"caps\">MGG<\/span> 2 und New Grove Dictionary. Aufs\u00e4tze \u00fcber Th. W. Adorno und Walter Benjamin, Peter E\u00f6tv\u00f6s, Morton Feldman, Beat Furrer, Georg Friedrich Haas, Helmut Lachenmann, Frank Martin, Wolfgang Rihm, Johannes M. Staud. Programmheftbeitr\u00e4ge u.a. f\u00fcr die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, das Wiener Konzerthaus, die Salzburger Festspiele, die Donaueschinger Musiktage und die Op\u00e9ra National de Paris. Arbeitet derzeit an einer Dissertation \u00fcber Beat Furrer.<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Orientierung, Positionierung und Etablierung zeitgen\u00f6ssischen Komponierens in Wien 1945\u201375 Nach dem nationalsozialistischen Kahlschlag standen jene Wiener Komponisten, die eine avancierte Richtung verfolgten, vor mehrfachen Schwierigkeiten. 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