{"id":2426,"date":"2016-12-15T12:09:22","date_gmt":"2016-12-15T12:09:22","guid":{"rendered":"http:\/\/viennavant.cloud.d2mc.com\/?page_id=2426"},"modified":"2016-12-15T12:09:22","modified_gmt":"2016-12-15T12:09:22","slug":"referat-walter-rohn","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/symposium-teststrecke-kunst-wiener-avantgarden-nach-1945\/wiener-grund\/referat-walter-rohn\/","title":{"rendered":"Referat  Walter Rohn"},"content":{"rendered":"<div id=\"main\">\n<div id=\"content\">\n<div id=\"contentMain\">\n<h2>Auf engem Raum \u2013 Orte und Netzwerke der Wiener Kunstavantgarde nach 1945<\/h2>\n<p>Der vorliege<a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Rohn2.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1173 size-medium\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Rohn2-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Rohn2-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Rohn2-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Rohn2.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>nde Beitrag zum Panel \u201eWiener Grund\u201c ist dem Raum gewidmet, in dem sich die Wiener Kunstavantgarde nach 1945 formierte. Der Raum, auf den in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg der Gro\u00dfteil der Aktivit\u00e4ten der K\u00fcnstler konzentriert war, war die Innere Stadt, der erste Wiener Gemeindebezirk. Damals wie heute umfasst(e) die Innere Stadt ca. drei Quadratkilometer. Im Jahr 1951 bewohnten knapp 35.000 Menschen die 763 Geb\u00e4ude der Inneren Stadt (Stadt Wien 2010a, b, c).<\/p>\n<p>Im Folgenden werden drei Themenbereiche behandelt: Der erste Abschnitt ist den Rahmenbedingungen der Herausbildung der Wiener Kunstavantgarde nach 1945 und dem r\u00e4umlichen Setting gewidmet. Im zweiten Teil werden anhand von drei Kunstprojekten die Auswirkungen der r\u00e4umlichen Konzentration der Einrichtungen der Kunstavantgarde auf die intellektuellen Netzwerke der Akteure analysiert. Im dritten Abschnitt wird ein kurzer Ausblick auf die Entwicklung der Wiener Kunstszene nach 1975 gegeben.<\/p>\n<p>Eingangs noch ein paar Anmerkungen zum Begriff der Avantgarde und zu den Wiener K\u00fcnstlern. Als Kunstavantgarde wurde im Rahmen der Gruppe ViennAvant jede in der Wiener bzw. \u00f6sterreichischen Kunst zwischen Mitte der 1940er und Mitte der 1970er Jahre vertretene avancierte Position definiert. Zu erg\u00e4nzen ist hier, dass sich die Wiener Kunstschaffenden weitestgehend als eine rein k\u00fcnstlerische Avantgarde betrachteten.<\/p>\n<p>Die Avantgardek\u00fcnstler der Nachkriegszeit deckten ein breites Kunstspektrum ab. Im Bereich der Literatur z\u00e4hlten die Wiener Gruppe (H. C. Artmann, Gerhard R\u00fchm, Oswald Wiener, Friedrich Achleitner und Konrad Bayer), die um die Zeitschrift Wespennest versammelten Autoren (Gustav Ernst, Peter Henisch, Helmut Zenker u. a.) sowie die Gruppe Hundsblume (Robert Schindel, Leander Kaiser u. a.) zu den wichtigsten Zusammenschl\u00fcssen der Wiener Avantgardek\u00fcnstler. F\u00fcr die Bildende Kunst sind zun\u00e4chst die sp\u00e4tere Wiener Schule des Phantastischen Realismus (Erich Brauer, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter, Anton Lehmden u. a.) sowie die Gruppe St. Stephan (Wolfgang Hollega, Josef Mikl, Markus Prachensky und Arnulf Rainer) zu nennen. Die wichtigsten Architektenteams waren Coop Himmelb(l)au (Wolf D. Prix, Helmut Swiczinsky und Helmut Holzer), Haus-Rucker-Co (Laurids und Manfred Ortner, G\u00fcnther Zamp Kelp und Klaus Pinter) sowie Z\u00fcnd Up (Timo Huber, Bertram Mayer, Michael P\u00fchringer und Hermann Simb\u00f6ck). Die Gruppe der Wiener Aktionisten bestand aus G\u00fcnter Brus, Otto Muehl, Hermann Nitsch und Rudolf Schwarzkogler. Experimentalfilmer waren u. a. Kurt Kren, Peter Kubelka, Ferry Radax und Ernst Schmidt jr. Sp\u00e4ter kamen dazu Videok\u00fcnstler wie Peter Weibel und Valie Export. F\u00fcr den Bereich der Musik sind exemplarisch Uzzi F\u00f6rster, Joe Zawinul, die Masters of Unorthodox Jazz (Alaeddin Adlernest, Harun Ghulam Barabbas, Walter Muhammad Malli, Anton Michlmayr und Richard Ahmad Pechoc), die Reform Art Unit (Walter Malli, Sepp Mitterbauer, Fritz Novotny u. a.), Friedrich Gulda und der Chansonier Andr\u00e9 Heller zu nennen. Zu den angef\u00fchrten K\u00fcnstlerensembles kommt noch Rolf Schwendters informelle Gruppe (Freundeskreis) hinzu, die einen gro\u00dfen und wechselnden Personenkreis umfasste (Rohn 2004a).<\/p>\n<h3>1 Rahmenbedingungen und r\u00e4umliches Setting<\/h3>\n<p>Zu den Bedingungen, die nach dem Zweiten Weltkrieg das Leben in Wien pr\u00e4gten, z\u00e4hlten u. a. die bis 1955 bestehende Besatzung durch die Alliierten, die enormen Kriegssch\u00e4den an den Geb\u00e4uden, der Mangel an Nahrungsmitteln, Heizmaterial und anderen notwendigen Dingen, die Lebensmittelkarten und der Schwarzmarkt. Wie der Maler Kurt Moldovan berichtet, mussten die Studenten der Akademie f\u00fcr Bildende Kunst am Schillerplatz vor der Aufnahme ihres Studiums erst bei den Reparaturarbeiten mithelfen (Habarta 1996). Gro\u00dfe Defizite wies auch die von K\u00fcnstlern ben\u00f6tigte Infrastruktur auf: Es mangelte an Ausstellungsr\u00e4umen, Auftrittsorten, dem Kunsthandel, der Fachliteratur usw. Um ein Klischee zu bem\u00fchen: Die Lage im Wien der Nachkriegszeit entsprach in etwa dem Bild, das Carol Reed in seinem Film \u201eDer dritte Mann\u201c (1949) zeichnet.<\/p>\n<p>Wegen der nach dem Krieg daniederliegenden Wirtschaft bestand in Wien auch in zentralen Lagen eine geringe Nachfrage nach Gesch\u00e4ftslokalen. Leerstehungen und g\u00fcnstige Mieten boten den Wiener Avantgardek\u00fcnstlern die M\u00f6glichkeit, die ungenutzten R\u00e4ume f\u00fcr sich in Anspruch zu nehmen.<\/p>\n<p>Ein geeignetes theoretisches Konzept zur Erkl\u00e4rung der Standortwahl der Avantgardek\u00fcnstler und zur subsequenten Ausbreitung von Kulturprojekten repr\u00e4sentiert die geographische Innovations- und Diffusionsforschung. In diesem Kontext wurden verschiedene Diffusionsmodelle (Hierarchieeffekte, Nachbarschaftseffekte, Hauptinformationsfeld usw.) entwickelt. Bei der Verbreitung von Innovationen in St\u00e4dtesystemen dominieren hierarchische Effekte; intra-urban erfolgt die Diffusion von Neuerungen vom Zentrum hin zur Peripherie, d. h. zentrifugal. Dies ist auch im gegenst\u00e4ndlichen Bereich der Fall (vgl. Ritter 1998, Staudacher 2000, Windhorst 1983).<\/p>\n<p>Der zentrale Stellenwert kommt in dem gegebenen Kontext jedoch den K\u00fcnstlern und anderen Protagonisten zu. Gem\u00e4\u00df der Akteur-Netzwerk-Theorie von Bruno Latour sind hier die K\u00fcnstler als wichtigste Handlungstr\u00e4ger einzustufen. Eine originelle Kurzdefinition Latours (2007: 81) dazu lautet \u201eAkteur ist, wer von vielen anderen zum Handeln gebracht wird\u201c. Als wesentlichste Bestimmungsmerkmale des Akteurs h\u00e4lt der franz\u00f6sische Soziologe fest, dass dieser einen Unterschied macht, eine Ver\u00e4nderung hervorruft und Spuren hinterl\u00e4sst (Latour 2007). All das trifft eindeutig auf die Wiener Avantgardek\u00fcnstler zu.<\/p>\n<p>Zu ber\u00fccksichtigen ist hier weiters, dass die von den Avantgardek\u00fcnstlern geschaffenen bzw. bespielten Orte auch in eine gewisse Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen wie Burgtheater, Staatsoper, K\u00fcnstlerhaus, Musikverein usw. traten. Die Sezession, die Wiener Kunsthalle in der Zedlitzgasse und andere Orte wurden teilweise auch von nachr\u00fcckenden K\u00fcnstlern wie jenen des Art Clubs f\u00fcr Ausstellungen genutzt.<\/p>\n<p>In den sp\u00e4ten 1940er und 1950er Jahren waren in Wien k\u00fcnstlerische Ereignisse, Auftrittsm\u00f6glichkeiten, Ausstellungsr\u00e4ume usw. wesentlich d\u00fcnner ges\u00e4t als heute. Friedrich Achleitner, als Mitglied der Wiener Gruppe bei vielen Veranstaltungen der Avantgardek\u00fcnstler pr\u00e4sent, h\u00e4lt dazu fest: <cite>\u201cHeute ist nat\u00fcrlich das Teuflische an der Geschichtsbetrachtung, dass diese Ereignisse, die damals ganz sp\u00e4rlich waren, quasi auf eine Ebene gepresst werden und man das Gef\u00fchl hat, da war irrsinnig viel los. In Wirklichkeit war wenig los oder fast nichts.\u201d<\/cite> (Interview Achleitner, 06. 04. 2004).<\/p>\n<p>Um die von Achleitner kritisierte Kompression der Zeit zu vermeiden, schl\u00e4gt der Autor die Gliederung des Untersuchungszeitraums in folgende drei Zeitabschnitte vor: erstens die zweite H\u00e4lfte der 1940er und die 1950er Jahre, zweitens die Jahre 1960 bis 1967 und drittens 1968 und die darauffolgenden Jahre (vgl. die Angaben zur Karte).<\/p>\n<p>An dieser Stelle noch einige Vorbemerkungen zu der Karte zu den Orten der Wiener Kunstavantgarde: Charakteristisch f\u00fcr den Zeitraum 1945 bis 1975 ist eine starke r\u00e4umliche Konzentration der Einrichtungen, Auff\u00fchrungsorte und Treffpunkte der Wiener Avantgardek\u00fcnstler auf das unmittelbare Stadtzentrum. Bei den nachstehend dargestellten Orten wurde der Avantgardebegriff etwas weiter gefasst als oben ausgef\u00fchrt. Die in der Karte festgehaltenen Einrichtungen sind (ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit) als Beispiele aufzufassen.<\/p>\n<p><strong>Karte: Orte der Wiener Kunstavantgarde im ersten Wiener Gemeindebezirk (1945 bis 1975)<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RohnKarte.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1174\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RohnKarte-300x292.jpg\" width=\"430\" height=\"419\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RohnKarte-300x292.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RohnKarte-1024x997.jpg 1024w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RohnKarte-50x50.jpg 50w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RohnKarte.jpg 1407w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Karte listet 24 Orte der Wiener Kunstavantgarde im ersten Wiener Gemeindebezirk auf. Ausgew\u00e4hlt wurden prim\u00e4r Orte mit einem starken Bezug zu den Avantgardek\u00fcnstlern. Das sind Einrichtungen, die von den Avantgardek\u00fcnstlern gegr\u00fcndet bzw. h\u00e4ufig f\u00fcr Produktionen genutzt wurden. In der Karte sind diese in roter Farbe dargestellt. Weitere Veranstaltungsorte sind schwarz sowie Kaffeeh\u00e4user und sonstige Treffpunkte der K\u00fcnstler blau markiert. Im Folgenden wird eine kommentierte Legende zur Karte geboten:<\/p>\n<p>1 <strong>Forum Kino<\/strong>: Das 1950 errichtete und 1974 wieder abgerissene Forum Kino in der Stadiongasse war der erster Spielort der Viennale. Vorl\u00e4ufer des Filmfestivals war die erstmals 1960 von Sigmund Kennedy u. a. veranstaltete Internationale Festwoche der interessantesten Filme.<\/p>\n<p>2 <strong>Universit\u00e4t Wien<\/strong>: Im H\u00f6rsaal 1 des Neuen Institutsgeb\u00e4udes fand im Juni 1968 die Veranstaltung Kunst und Revolution der Wiener Aktionisten statt.<\/p>\n<p>3 <strong>Caf\u00e9 Glory<\/strong>: Das gegen\u00fcber dem Hauptgeb\u00e4ude der Universit\u00e4t Wien gelegene Caf\u00e9 Glory war ein gut besuchter K\u00fcnstlertreffpunkt.<\/p>\n<p>4 <strong>Galerie Junge Generation<\/strong>: Die Galerie wurde 1971 am B\u00f6rseplatz gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>5 <strong>Kom\u00f6dianten am B\u00f6rseplatz<\/strong>: Die 1958 von Conny Hannes Meyer gegr\u00fcndete Gruppe Kom\u00f6dianten spielte von 1963 bis 1973 am B\u00f6rseplatz, anschlie\u00dfend im K\u00fcnstlerhaus.<\/p>\n<p>6 <strong>Club Vanilla 1<\/strong>: In den Jahren 1970 bis 1971 war der Club Vanilla an der Ecke Freyung\/ Strauchgasse situiert.<\/p>\n<p>7 <strong>\u00d6sterreichisches Filmmuseum<\/strong>: Das 1964 von Peter Konlechner und Peter Kubelka gegr\u00fcndete Filmmuseum f\u00fchrte seine Vorf\u00fchrungen zun\u00e4chst im Rahmen des Cinestudios der Hochsch\u00fclerschaft an der Technischen Hochschule Wien und im Nestroy-Kino durch, ab 1965 in der Albertina.<\/p>\n<p>8 <strong>Der Strohkoffer<\/strong>: Der Strohkoffer war das erste Lokal des Art Clubs und hatte von Ende 1951 bis Anfang 1953 unter der Loos-Bar, in der K\u00e4rntnerstra\u00dfe, Bestand.<\/p>\n<p>9 <strong>Caf\u00e9 Hawelka<\/strong>: Das bereits zuvor bestehende Lokal in der Dorotheergasse wurde 1939 von Leopold Hawelka \u00fcbernommen und fungierte in der Nachkriegszeit als Literatencaf\u00e9 und K\u00fcnstlertreffpunkt.<\/p>\n<p>10 <strong>Chattanooga<\/strong>: Die Wiener Gruppe er\u00f6ffnete 1964 mit ihrer letzten Lesung (Kinderoper) das von Uzzi F\u00f6rster am Graben etablierte Jazzlokal.<\/p>\n<p>11 <strong>Fatty\u2019s Saloon<\/strong>: Der Jazzclub am Petersplatz wurde von 1958 bis 1963 von Fatty George (Franz Georg Pre\u00dfler) gef\u00fchrt und erf\u00fcllte auch die Funktion eines Szenetreffs.<\/p>\n<p>12 <strong>Gutruf<\/strong>: Das in der Milchgasse gelegene Lokal diente ab den fr\u00fchen 1950er Jahren als K\u00fcnstlertreffpunkt.<\/p>\n<p>13 <strong>Theater der Courage<\/strong>: Das von Stella Kadmon zun\u00e4chst unter dem Namen Der liebe Augustin gef\u00fchrte Theater bestand seit 1931 im Keller unter dem Caf\u00e9 Pr\u00fcckel in der Biberstra\u00dfe. 1945 wurde dieses von Fritz Eckhardt wiederer\u00f6ffnet und trug ab den sp\u00e4ten 1940er Jahren den Namen Theater der Courage. 1960 erfolgte die \u00dcbersiedelung an den Franz-Josefs-Kai.<\/p>\n<p>14 <strong>Neues Theater am K\u00e4rntnertor<\/strong>: Das von Gerhard Bronner gef\u00fchrte Theater bestand von 1959 bis 1973 in der Walfischgasse.<\/p>\n<p>15 <strong>Adebar<\/strong>: Die in der Annagasse gelegene Adebar (Club Exil) war ein Jazzlokal, das als K\u00fcnstlertreff partiell die Nachfolge des Strohkoffers antrat.<\/p>\n<p>16 <strong>Club Vanilla 2<\/strong>: In den Jahren 1972 bis 1974 befand sich der Club Vanilla in der Hegelgasse.<\/p>\n<p>17 <strong>Kleines Caf\u00e9<\/strong>: Hanno P\u00f6schls Kleines Caf\u00e9 am Franziskanerplatz wurde 1970 gegr\u00fcndet sowie Mitte der 1970er Jahre von Hermann Czech erweitert und umgestaltet.<\/p>\n<p>18 <strong>Eden Bar<\/strong>: Das etwa seit 1911 in der Liliengasse bestehende Lokal diente in den 1950er Jahren u. a. als Treffpunkt von Wiener Kabarettisten wie Helmut Qualtinger und Gerhard Bronner.<\/p>\n<p>19 <strong>Neue Galerie des Art Clubs<\/strong>: Die Neue Galerie war der zweite Ausstellungsraum des Art Clubs und bestand im Fr\u00fchjahr 1953 \u00fcber dem Dom-Caf\u00e9, in der Singerstra\u00dfe.<\/p>\n<p>20 <strong>Galerie (n\u00e4chst) St. Stephan<\/strong>: Die 1954 von Monsignore Otto Mauer in der Gr\u00fcnangergasse eingerichtete Galerie beherbergte zuvor die Neue Galerie.<\/p>\n<p>21 <strong>Galerie Ariadne<\/strong>: Die Galerie wurde 1968 in der B\u00e4ckerstra\u00dfe gegr\u00fcndet und bestand an diesem Ort bis 2004.<\/p>\n<p>22 <strong>Theater am Fleischmarkt<\/strong>: Das 1958 von Herbert Wochinz am Fleischmarkt gegr\u00fcndete Theater hatte nur kurzen Bestand. 1959 fanden in den R\u00e4umlichkeiten Performances von Markus Prachensky und Georges Mathieu statt.<\/p>\n<p>23 <strong>Galerie im Griechenbeisl<\/strong>: Die Galerie wurde von Christa Hauer-Fruhmann und Johann Fruhmann in den Jahren 1960 bis 1971 am Fleischmarkt betrieben.<\/p>\n<p>24 <strong>Buchhandlung Brigitte Hermann<\/strong>: Die Ende der 1960er Jahre von Brigitte Hermann (Salanda) am Stubenring gegr\u00fcndete Buchhandlung \u00fcbersiedelte in den 1970er Jahren in die Gr\u00fcnangergasse (Quellen: Rohn 2004a, 2006 sowie erg\u00e4nzende Internetressourcen).<\/p>\n<p>Wie bereits ausgef\u00fchrt waren die Aktivit\u00e4ten der Avantgardek\u00fcnstler in der Zeitspanne von 1945 bis 1975 weitgehend auf den ersten Bezirk konzentriert. Lediglich einige wenige \u201eStandorte\u201c der Avantgardek\u00fcnstler waren au\u00dferhalb des Zentrums situiert. Zu diesen z\u00e4hlten u. a. das Museum des 20. Jahrhunderts (\u201eZwanzgerhaus\u201c) beim ehemaligen S\u00fcdbahnhof (3. Bezirk), die Galerie Roter Apfel an der Landstra\u00dfer Hauptstra\u00dfe (3.), das sog. Porrhaus am Karlsplatz (4.), das Neue Theater in der Scala in der Favoritenstra\u00dfe (4.), das Theater Experiment am Liechtenwerd in der Liechtensteinstra\u00dfe (9.) sowie das Atelier von Otto M\u00fchl in der Perinetgasse im 20. Bezirk.<\/p>\n<h3>2 Auswirkungen der r\u00e4umlichen Konzentration der Einrichtungen auf die intellektuellen Netzwerke der K\u00fcnstler<\/h3>\n<p>Die Karte zeigt, dass der Gro\u00dfteil der Locations der Wiener Avantgardek\u00fcnstler in fu\u00dfl\u00e4ufiger Distanz zueinander im ersten Bezirk situiert war. In dem oben angef\u00fchrten Statement weist Achleitner auf die \u00dcberschaubarkeit der jungen Kunstszene im Nachkriegswien hin. Diese Szene war stark kunstsparten\u00fcbergreifend organisiert. Der Diskurs \u00fcber die Kunstgattungen hinweg wurde durch die r\u00e4umliche N\u00e4he der Einrichtungen und die geringe Zahl der K\u00fcnstlergruppen stark beg\u00fcnstigt. Die angef\u00fchrten Galerien, Ausstellungsr\u00e4ume, Theater, Musiklokale, Film-Locations, Clubs und Treffpunkte dienten der gemeinsamen Reflexion und dem Diskurs, der k\u00fcnstlerischen Produktion sowie der Pr\u00e4sentation von Kunstwerken.<\/p>\n<p>Die genannten Einrichtungen wurden von K\u00fcnstlern verschiedener Sparten frequentiert. Die enge Vernetzung der K\u00fcnstler wird im Folgenden am Beispiel von drei multidisziplin\u00e4ren Kunstprojekten dargelegt, die in zeitlicher Abfolge zueinander liegen. Diese sind der Art Club (Strohkoffer), die Galerie (n\u00e4chst) St. Stephan und der Club Vanilla.<\/p>\n<p>Der Art Club (1947\u20131954), dem etwa 60 bildende und andere K\u00fcnstler, Kunsttheoretiker und Kunstkritiker angeh\u00f6rten, repr\u00e4sentiert die erste Vereinigung Wiener Avantgardek\u00fcnstler der Nachkriegszeit. Der Art Club wurde 1947 von dem Maler Gustav Beck, der in den Anfangsjahren auch die operative Leitung der Vereinigung innehatte, ins Leben gerufen. Gr\u00fcndungspr\u00e4sident war Albert Paris G\u00fctersloh. In der ersten Phase des Art Clubs, die in etwa bis Ende 1951 reicht, stand die Ausstellungst\u00e4tigkeit der bildenden K\u00fcnstler im Mittelpunkt. Das hier prim\u00e4r interessierende Clublokal der Vereinigung, der Strohkoffer, wurde auf Initiative von Alfred Schmeller, dem zweiten Leiter des Art Clubs, gegr\u00fcndet. Dieses befand sich unter der Loos-Bar, in der K\u00e4rntner Stra\u00dfe 10. Der von einem gewissen Boh\u00e8me- und Existentialistenflair umgebene Strohkoffer bestand von Ende 1951 bis Anfang 1953. Die kurze Zeitspanne des Strohkoffers repr\u00e4sentiert die zweite Phase des Art Clubs. Nach der Aufl\u00f6sung des Strohkoffers wurde in den R\u00e4umlichkeiten \u00fcber dem Dom-Caf\u00e9, in der Singerstra\u00dfe 10 die Neue Galerie des Art Clubs eingerichtet. Diese hatte jedoch nur wenige Monate Bestand und wurde bereits im Juni 1953 wieder geschlossen.<\/p>\n<p>Die im Art Club vertretenen Maler waren prim\u00e4r in zwei Gruppen gegliedert: zum einen die abstrakten K\u00fcnstler unter der F\u00fchrung von Gustav Beck und Carl Unger und zum anderen die von Edgar Jen\u00e9 angef\u00fchrte Gruppe der Surrealisten, gr\u00f6\u00dftenteils die Maler der sp\u00e4teren Wiener Schule des Phantastischen Realismus.<\/p>\n<p>Neben den Malern frequentierten viele K\u00fcnstler anderer Sparten den Strohkoffer des Art Clubs. In dem kleinen Clublokal traten beispielsweise die Jazzmusiker Uzzi F\u00f6rster und Joe Zawinul sowie Friedrich Gulda auf. Von den Literaten waren u. a. H. C. Artmann, Andreas Okopenko und Paul Celan vertreten; auch der junge Helmut Qualtinger besuchte die Einrichtung.<\/p>\n<p>Ein H\u00f6hepunkt in der kurzen Geschichte des Strohkoffers war der Besuch des franz\u00f6sischen Autors und Dramatikers Jean Cocteau im Jahr 1952. Dar\u00fcber hinaus gab es eine rege Interaktion der Wiener K\u00fcnstler mit der Pariser Kunstszene. Nachdem bereits vor 1945 K\u00fcnstler wie Edgar Jen\u00e9 in Paris gelebt hatten, reisten in der Nachkriegszeit Maler wie Brauer, Fuchs, Hundertwasser, Lassnig und Rainer in die Seine-Metropole (Rohn 2004a).<\/p>\n<p>Die im Jahr 1954 gegr\u00fcndete und bis heute bestehende Galerie (n\u00e4chst) St. Stephan schlie\u00dft zeitlich und personell fast unmittelbar an den Art Club bzw. an den Strohkoffer an. Initiator und pr\u00e4gende Pers\u00f6nlichkeit der Galerie (n\u00e4chst) St. Stephan war der bereits im Rahmen des Art Clubs aktive Monsignore Otto Mauer. Die Einrichtung wird prim\u00e4r mit der Malergruppe St. Stephan assoziiert. Weitere wichtige in der Galerie vertretene Maler waren Ernst Fuchs, Friedrich Hundertwasser, Kiki Kogelnik und Maria Lassnig (Rohn 2004a).<\/p>\n<p>Zu den Protagonisten der Galerie (n\u00e4chst) St. Stephan z\u00e4hlten weiters die Literaten der Wiener Gruppe. 1958 veranstalteten beispielsweise Friedrich Achleitner, Konrad Bayer und Gerhard R\u00fchm vor Ort eine Lesung. 1963 pr\u00e4sentierte R\u00fchm in der Galerie eine Ausstellung mit dem Titel \u201eKonstellationen und Montagen. Visuelle Texte, Photomontagen, H\u00f6rtexte, Architektur, Literatur\u201c. Peter Kubelka \u2013 Avantgardefilmer und sp\u00e4terer Mitgr\u00fcnder des \u00d6stereichischen Filmmuseums \u2013 wurde von Otto Mauer in der Galerie mit vielen wichtigen Personen bekanntgemacht. Zu den Freunden Kubelkas z\u00e4hlte beispielsweise der Maler Markus Prachensky. Wie Robert Fleck (1982) ausf\u00fchrt, waren bei den Vernissagen in der Galerie mit den Malern, der Wiener Gruppe, den Aktionisten, den Bildhauern und den funktionalistischen Architekten mehrere Avantgardegruppen vertreten.<\/p>\n<p>Der von Willi und Christl Hopfinger geleitete Club Vanilla bestand von 1970 bis 1974. In den Jahren 1970 bis 1971 war der Club an der Ecke Freyung\/ Strauchgasse lokalisiert. Von 1972 bis 1974 befand sich das Clublokal in der Hegelgasse. Der Schriftsteller Paul Kruntorad (1994: 9) charakterisierte die Einrichtung als <cite>\u201cSzenetreff (&#8230;) zwischen Stammbeisl, Club und Salon\u201d<\/cite>. Im Club Vanilla, der bis zu 2.000 Mitglieder umfasste, trafen einander Jugendliche, angehende K\u00fcnstler aller Sparten und sog. Prominente (Rohn 2004a).<\/p>\n<p>Zu den Mitgliedern des Club Vanilla, von denen viele sp\u00e4ter arrivierte K\u00fcnstler wurden, z\u00e4hlten u. a. die Maler Christian Ludwig Attersee, Hubert Aratym und Peter Pongratz sowie der Zeichner Walter Schm\u00f6gner. Von den Architekten waren beispielsweise die zu den Mitbegr\u00fcndern des Clubs geh\u00f6rende Gruppe Haus-Rucker-Co sowie Hermann Czech, Luigi Blau und Wilhelm Holzbauer vertreten. Dar\u00fcber hinaus frequentierten Musiker wie Wolfgang Ambros und Edek Bartz, Medienk\u00fcnstler wie Peter Weibel und Susanne Widl, der Filmjournalist Peter Hajek, der Autor Paul Kruntorad, der sp\u00e4tere <span class=\"caps\">MAK<\/span>-Direktor Peter Noever, der S\u00e4nger und Allroundk\u00fcnstler Andr\u00e9 Heller sowie Bildhauer, Schauspieler und Journalisten den Club (Dertnig und Gallmetzer 1994).<\/p>\n<p>Attersee (1994: 142) fasst zu der Gemeinschaft der im Club Vanilla vertretenen K\u00fcnstler zusammen: <cite>\u201d&#8230; diese intolerante Zeit hat eine Gruppierung zwischen K\u00fcnstlern erm\u00f6glicht, wie kaum in einem anderen Land der Welt, ein Zusammenhalten fast aller k\u00fcnstlerischen Aussagem\u00f6glichkeiten war m\u00f6glich.\u201d<\/cite><\/p>\n<p>Am Beispiel der im Art Club, in der Galerie (n\u00e4chst) St. Stephan und im Club Vanilla vertretenen K\u00fcnstler kommen die interdisziplin\u00e4ren Netzwerke der Avantgardek\u00fcnstler deutlich zum Ausdruck. Dazu h\u00e4lt Friedrich Achleitner im Interview fest: <cite>\u201cEs war alles total gemischt, jeder hat jeden gekannt: Getroffen hat man sich in Kaffeeh\u00e4usern, Wirtsh\u00e4usern, Ateliers usw. Da ist man halt so herumgezogen. Irgendwo war immer etwas los.\u201d<\/cite><\/p>\n<p>Aufgrund der \u2013 im Vergleich zur Gegenwart \u2013 geringen Zahl an Einrichtungen kam es zwangsl\u00e4ufig zu einem st\u00e4ndigen Zusammentreffen der Akteure. Heute wird das mit der Bezeichnung F\u00fchlungsvorteile versehen. Die \u00dcberschreitung der Kunstsparten war durch die r\u00e4umliche N\u00e4he bereits angelegt. Der Austausch von Positionen und die Debatten erfolgten unmittelbar vor Ort \u2013 auch die Konflikte wurden in situ ausgetragen. Es existierten sozusagen dichte intellektuelle Netzwerke.<\/p>\n<p>Ein weiteres gutes Beispiel f\u00fcr die kunstsparten\u00fcbergreifende Zusammenarbeit der Wiener K\u00fcnstler repr\u00e4sentiert die 1964 entstandene Vertonung von Fran\u00e7ois-Villon-Texten. H. C. Artmann \u00fcbertrug die Texte in die Wiener Dialektsprache; Helmut Qualtinger rezitierte diese. Die von Fatty George dazu gespielte Musik stammte von Ernst Kelz.<\/p>\n<p>In den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg waren nicht nur die K\u00fcnstler-Locations, sondern h\u00e4ufig auch die finanziellen Ressourcen der Avantgardek\u00fcnstler begrenzt. Einige Mitglieder der Wiener Gruppe wohnten beispielsweise noch bei ihren Eltern. Achleitner steuert dazu im Gespr\u00e4ch folgendes Bonmot bei: <cite>\u201cIch habe einmal eine Theorie aufgestellt. Es hat einen Zwanzig-Schilling-Schein gegeben, den sich dauernd jemand ausgeborgt hat. Wir haben jahrelang von einem \u201aZwanziger\u2019 gelebt. Es war wirklich so: \u201aBorg\u2019 mir einen Zwanziger\u2019 war eine stehende Wendung, ein Topos, kann man fast sagen.\u201d<\/cite><\/p>\n<h3>3 Ausblick zur weiteren Entwicklung nach 1975<\/h3>\n<p>In den 1970er Jahren setzte eine starke Ausbreitung der Kultureinrichtungen in die das Stadtzentrum umschlie\u00dfenden Bezirke (2 bis 9) ein, die in weiterer Folge auch die Au\u00dfenbezirke (10 bis 23) erreichte. In der zweiten H\u00e4lfte der 1970er Jahre wurden die Arena (3. Bezirk) und das Amerlinghaus (7.) gegr\u00fcndet. In den 1980er Jahren entstanden das Werkst\u00e4tten- und Kulturhaus (9.), die Szene Wien (11.), die Kulisse und das Metropol (beide 17.) sowie das Rockhaus (20.). Ende der 1990er Jahre begann mit dem Meidlinger Kabelwerk, Soho in Ottakring und anderen Projekten ein Boom neuer Kulturinitiativen in den Wiener Au\u00dfenbezirken (Rohn 2003, 2004b, 2007).<\/p>\n<p>Ebenso wie in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg werden auch in der Gegenwart von jungen K\u00fcnstlern und anderen Akteuren in der Stadt neue R\u00e4ume erschlossen. Zu den innerhalb des Wiener G\u00fcrtels rezent entstandenen Szenevierteln z\u00e4hlen beispielsweise der Donaukanal (1.\/ 2. Bezirk), der Karmelitermarkt (2.), das Freihausviertel (4.), und die Gumpendorfer Stra\u00dfe (6.). Neben dem Kabelwerk und Soho sind die Ankerbrotfabrik (K\u00fcnstlerateliers, Theaterauff\u00fchrungen usw.) im 10. Bezirk, die Sargfabrik (14.), Brick 5 und Salon 5 (15.), Bach, Caf\u00e9 Concerto, <span class=\"caps\">MASC<\/span> Foundation, Ragnarhof usw. (16.), Rampenlicht-Theater und Theater des Augenblicks (18.), Theater zum Himmel, Local und Zacherlfabrik (19.), Aktionsradius Wien und Vindobona (20.), Gloria Theater und Davis (21.) sowie Orpheum, Gruam und Kaiserm\u00fchlner Werkl (22.) als wichtigste neuere Kulturprojekte au\u00dferhalb des G\u00fcrtels zu nennen.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zum Betrachtungszeitraum sind heute die einzelnen Szenen r\u00e4umlich weit voneinander entfernt. Im Freihausviertel wird kaum wahrgenommen, was beispielsweise in Ottakring passiert. Im Vergleich zu den Nachkriegsjahrzehnten arbeiten heute wesentlich mehr K\u00fcnstler in Wien. Die K\u00fcnstlerszenen sind jedoch nicht nur nach den Stadtr\u00e4umen, sondern auch nach den Disziplinen st\u00e4rker differenziert.<\/p>\n<p>Die Prozesse der Entstehung und Ausbreitung von Kulturprojekten k\u00f6nnen mit Hilfe der beiden oben skizzierten theoretischen Ans\u00e4tze gut erkl\u00e4rt werden. Im Mittelpunkt stehen nach wie vor die K\u00fcnstler, Bezirksbewohner und weiteren Protagonisten, die als bestimmende Akteure neue Initiativen setzen. Auf abstrakter Ebene k\u00f6nnen die beschriebenen Prozesse mit dem theoretischen R\u00fcstzeug der Innovations- und Diffusionsforschung analysiert werden.<\/p>\n<p>Wie bereits ausgef\u00fchrt bilden sich heute im gesamten Wiener Stadtgebiet neue K\u00fcnstlerszenen und Kulturprojekte heraus. Die Vielfalt und Dichte der Einrichtungen macht es schwierig zu bestimmen, welche Projekte als Avantgarde, Off-Szene oder als Alternativkultur einzustufen sind. Die Auseinandersetzung mit dieser Frage bleibt der weiteren Diskussion vorbehalten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RohnMattl1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1175\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RohnMattl1-300x200.jpg\" width=\"430\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RohnMattl1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RohnMattl1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RohnMattl1-272x182.jpg 272w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/RohnMattl1.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>Achleitner, Friedrich, 2004. Interview des Autors mit dem Schriftsteller und Architekturtheoretiker (Atelier Achleitner in der Windm\u00fchlgasse, 6. Bezirk, 06. 04. 2004).<\/p>\n<p>Attersee, Christian Ludwig, 1994. Christian Ludwig Attersee. In: Dertnig, Christiane und Lorenz Gallmetzer, 1994. Vanilla: Ein Lokal und seine Zeit: 142\u2013143.<\/p>\n<p>Dertnig, Christiane und Lorenz Gallmetzer (Hg.), 1994. Vanilla: Ein Lokal und seine Zeit; Wien 1970\u20131974. Wien: Picus.<\/p>\n<p>Fleck, Robert, 1982. Avantgarde in Wien. Die Geschichte der Galerie n\u00e4chst St. Stephan, 1954\u20131982. Kunst und Kunstbetrieb in \u00d6sterreich. Band 1: Die Chronik. Wien: L\u00f6cker.<\/p>\n<p>Habarta, Gerhard, 1996. Fr\u00fchere Verh\u00e4ltnisse. Kunst in Wien nach \u00b445. Wien: Der Apfel.<\/p>\n<p>Kruntorad, Paul, 1994. Vanilla. Eine Erinnerung. In: Dertnig, Christiane und Lorenz Gallmetzer (Hg.). Vanilla: Ein Lokal und seine Zeit: 9.<\/p>\n<p>Latour, Bruno, 2007. Eine neue Soziologie f\u00fcr eine neue Gesellschaft. Einf\u00fchrung in die Akteur-Netzwerk-Theorie. Frankfurt am Main: Suhrkamp.<\/p>\n<p>Ritter, Wigand. 1998. Allgemeine Wirtschaftsgeographie. Eine systemtheoretisch orientierte Einf\u00fchrung. M\u00fcnchen-Wien: Oldenbourg Verlag.<\/p>\n<p>Rohn, Walter, 2003. Wien. Die neue Kultur an der Peripherie der Stadt. In: d\u00e9rive 4, 2 (Heft 11): 30\u201331.<\/p>\n<p>Rohn, Walter, 2004a. Die Entwicklung der Wiener Kunst- und Kulturavantgarde von 1945 bis 2003 in ausgew\u00e4hlten Beispielen. Forschungsstipendium der Magistratsabteilung 7, Kultur, Wissenschafts- und Forschungsf\u00f6rderung. Wien (Mimeo).<\/p>\n<p>Rohn, Walter 2004b. Culture and Urban Development. New Cultural Infrastructures on the Outskirts of Vienna and Paris. In: Borsdorf, Axel und Pierre Zembri (Hg.). European Cities. Insights on Outskirts. Structures. Cost C10 Publications &amp; Papers. WG 2 \u2013 Structures. Paris: 149\u2013167.<\/p>\n<p>Rohn, Walter, 2006. Die Wiener Kunstavantgarde der Jahre 1945 bis 1974. In: Gesch\u00e4ftsgruppe Kultur und Wissenschaft der Stadt Wien (Hg.). Wissenschaftsbericht der Stadt Wien 2005. Wien: 187\u2013188.<\/p>\n<p>Rohn, Walter, 2007. Peripherie und Kultur \u2013 zu den gesellschaftlichen Auswirkungen von Kulturinitiativen f\u00fcr die Entwicklung der Wiener Au\u00dfenbezirke. In: <span class=\"caps\">SWS<\/span>-Rundschau 47, 3: 321\u2013342.<\/p>\n<p>Stadt Wien (Hg.), 2010a. Fl\u00e4chen der Gemeindebezirke 2010. Magistrat der Stadt Wien. http:\/\/www.wien.gv.at\/statistik\/daten\/pdf\/flaeche-bezirke.pdf (10. 08. 2010).<\/p>\n<p>Stadt Wien (Hg.), 2010b. Bev\u00f6lkerungsstand nach Geschlecht und Bezirken 1869\u20132008. Magistrat der Stadt Wien. http:\/\/www.wien.gv.at\/statistik\/daten\/pdf\/bevoelkerungsstand.pdf (10. 08. 2010).<\/p>\n<p>Stadt Wien (Hg.), 2010c. Entwicklung des Geb\u00e4udebestandes nach Bezirken 1951\u20132001. Geb\u00e4ude zum Zeitpunkt der Gro\u00dfz\u00e4hlung. Magistrat der Stadt Wien. http:\/\/www.wien.gv.at\/statistik\/daten\/pdf\/gebaeude-entwicklung.pdf (10. 08. 2010).<\/p>\n<p>Staudacher, Christian, 2000. Wirtschaftsgeographie-VL. Eine Einf\u00fchrung. bfi Wien Euroteam-Fachhochschul-Studiengangsbetriebs-Gesellschaft m. b. H. Wien.<\/p>\n<p>Windhorst, Hans-Wilhelm, 1983. Geographische Innovations- und Diffusionsforschung. Ertr\u00e4ge der Forschung 189. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.<\/p>\n<blockquote><p>Walter Rohn, Dr., Studium der Politik- und Kommunikationswissenschaften an der Universit\u00e4t Wien. Seit 1988 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut f\u00fcr Stadt- und Regionalforschung der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften (\u00d6AW). Forschungsschwerpunkte: Kultur und Stadtentwicklung, Wiener Kunstavantgarde, Innovationssysteme sowie internationale Kommunikationspolitik. Forschungsprojekte: Neue Kulturinitiativen als Motoren f\u00fcr die Entwicklung peripherer Stadtteile, <span class=\"caps\">UNESCO<\/span>-Kommunikationspolitik, Regionale Innovationspotentiale und innovative Netzwerke in der metropolitanen Verdichtungsregion Wien; Publikation (Auswahl): Kultur und Peripherie \u2013 zu den gesellschaftlichen Funktionen von Kulturinitiativen f\u00fcr die Entwicklung der Wiener Au\u00dfenbezirke, in: <span class=\"caps\">SWS<\/span>-Rundschau 47, 3: 321\u2013342.<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf engem Raum \u2013 Orte und Netzwerke der Wiener Kunstavantgarde nach 1945 Der vorliegende Beitrag zum Panel \u201eWiener Grund\u201c ist dem Raum gewidmet, in dem sich die Wiener Kunstavantgarde nach 1945 formierte. Der Raum, auf den in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg der Gro\u00dfteil der Aktivit\u00e4ten der K\u00fcnstler konzentriert war, war die Innere &hellip; <a href=\"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/symposium-teststrecke-kunst-wiener-avantgarden-nach-1945\/wiener-grund\/referat-walter-rohn\/\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Referat  Walter Rohn<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2292,"menu_order":3,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2426","page","type-page","status-publish","hentry"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2426"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2426\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2292"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}