{"id":2419,"date":"2016-12-15T12:04:00","date_gmt":"2016-12-15T12:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/viennavant.cloud.d2mc.com\/?page_id=2419"},"modified":"2016-12-15T12:04:00","modified_gmt":"2016-12-15T12:04:00","slug":"referat-elke-krasny","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/symposium-teststrecke-kunst-wiener-avantgarden-nach-1945\/grenzueberschreitungen\/referat-elke-krasny\/","title":{"rendered":"Referat Elke Krasny"},"content":{"rendered":"<div id=\"main\">\n<div id=\"content\">\n<div id=\"contentMain\">\n<h2>Avantgarde exklusiv. Avantgarde inklusiv. Orientierungen in den Imaginationsgeh\u00e4usen<\/h2>\n<p>Die \u00dcberschreitung einer Grenze setzt deren reale, fiktive, imaginierte oder zumindest empfundene Existenz voraus. Die diffusen und feinen Grenzziehungen zwischen dem Realen und dem Symbolischen, dem \u00c4sthetischen und dem Alltagsgew\u00f6hnlichen, dem Sozialen und dem Politischen, dem Technoiden und Nat\u00fcrlichen, suchten Avantgardebewegungen als Wirkungsbewegung im Selbstanspruch und in der Wirkungsstrategie zu bearbeiten, radikal in Frage zu stellen, in andere Richtungen zu \u00fcberschreiten \u2026 vielleicht auch hinter sich zur\u00fcck zu lassen? Der Vortrag stellt die Frage nach der Dynamik von Inklusionen und Exklusionen in den Thematiken von Avantgardeproduktion und dem Fehlen einer kritischen Ideengeschichte in der Avantgarderezeption.<\/p>\n<p>Welche Vorstellungen von Ordnungen evozierten und begleiteten die Produktionslogiken von Avantgarde, welche Vorstellungen von Geschlechterkonstruktionen, Ordnungsmacht, Raumvorstellung und Kritik an Hegemonialit\u00e4t? \u201cMind Expander\u201d oder \u201cGelbes Herz\u201d oder \u201cOASE Nr. 7\u201d von Haus-Rucker-Co oder Hans Holleins \u201cMobile Office\u201d oder Valie Exports \u201cTapp- und Tastkino\u201d werden als Gebilde, als Geh\u00e4use, auf ihre Inklusivit\u00e4t und Exklusivit\u00e4t befragt, auf die ihnen innewohnenden Geschlechterkonstruktionen und Geschlechterbilder und auf die Fragen von \u00d6kologie, Umwelt und Natur. Radikal geht es um die Frage der Einschlu\u00dflogiken in die Figur der hier gedachten und gebauten Erweiterungen und der Raumdenkfigur Erweiterbarkeit: \u201cExpansionen\u201d, den \u201cPlug ins\u201d, den \u201cBlasen\u201d, dem \u201cAlles ist Architektur\u201d<\/p>\n<p>Welche Vorstellungen von Geschlechterordnungen, welche Vorstellungen von Raumordnungen, welche Vorstellungen von Relationen zwischen Mensch und Natur wohnen in den \u201cErweiterungen\u201d und sind von diesen aus weiter zu denken? Die theoretische Positionen, mit denen die Geh\u00e4use und ihre Orientierungen, die Erweiterungen und ihre m\u00f6glichen Interpretationen gelesen werden, sind die von Judith Butler zur Fragestellung der Performativit\u00e4t und die von Felix Guattari in Chaosmosis: An Ethicoaesthetic Paradigm.<br \/>\nAus dieser heutigen Re-Lekt\u00fcre der historischen Relationen, Manifestationen und Konstellationen wird der Versuch einer ideengeschichtlichen Navigation unternommen, die den Spuren der imaginativen Weiterschreibung der gezeigten Positionen in der k\u00fcnstlerischen, performativen und architektonischen Produktion verfolgt, und die diagnostizierte Leerstelle kritischer Theoriebildung zu diesen Produktionen der Avantgarde in der Wissenschaftsgeschichte, Architektur- und Ideengeschichte als zu hinterfragende Grenze der Rezeption extrapoliert.<\/p>\n<blockquote><p>Elke Krasny, Mag. Kulturtheoretikerin, Ausstellungsmacherin und Autorin. Lehrt an der Akademie der bildenden K\u00fcnste Wien in den Bereichen Kunst- und Kulturp\u00e4dagogik, Didaktik, Raum und Umwelt sowie Kunst und \u00d6ffentlichkeit. 2006 Gastprofessur Universit\u00e4t Bremen, 2008 Lehrbeauftragte Universit\u00e4t Salzburg. Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen zu Architektur, Kulturgeschichte und Gegenwartskunst, partizipatorische Kunstprojekte. Vortragende und Moderatorin im Rahmen von Veranstaltungen \u00d6GFA, AzW, Tanzquartier Wien. 2004 Forschungsprojekt Geschichte der Architekturtheorie in Wien; Austellungs-Kuratorin: Displaying Gender, 2003; Welt.Ausstellen. Schauplatz Wien 1873, Technisches Museum Wien 2004; Architektur beginnt im Kopf. The Making of Architecture. AzW, Wien, 2008; Stadt und Frauen. Eine andere Topographie von Wien, Wienbibliothek Rathaus, 2009.; Neuere Publikationen: Urbanografien. Stadtforschung in Kunst, Architektur und Theorie. 2008; Architektur beginnt im Kopf. The Making of Architecture, Architekturzentrum Wien 2008; The Force is in the Mind. The Making of Architecture, Architekturzentrum Wien 2008; Stadt und Frauen. Eine andere Topographie von Wien, 2008; Going Full Cycle. On the Endangered Particle of Barbara Blasin, in: UrbanFestival 2008, Zagreb 2008; Von der Relationalit\u00e4t der Architektur Add-On: Selbst\u00e4ndiges Zubeh\u00f6r, in: Peter Fattinger, Veronika Orso, Michael Rieper (Hg.): addon 20 h\u00f6henmeter, Wien Bozen 2008; Unsere Welt in den Augen der Welt. Identit\u00e4t und Authentizit\u00e4t als Frage der Gestaltung im Medium Weltausstellung, in: Matthias G\u00f6tz (Hg.): Villa Paragone. Ausstellen, Basel 2008; Singularism\/globalism: what does architecture want?, in: Yova 2 Young Viennese Architects, 2008; Von Kaorle bis Calypso: im heterotopen Karlsgebiet, in: Am Puls der Stadt \u2013 Karlplatz, Ausstellungskatalog des Wien Museums, Wien 2008.<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Avantgarde exklusiv. Avantgarde inklusiv. Orientierungen in den Imaginationsgeh\u00e4usen Die \u00dcberschreitung einer Grenze setzt deren reale, fiktive, imaginierte oder zumindest empfundene Existenz voraus. 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