{"id":2417,"date":"2016-12-15T12:03:17","date_gmt":"2016-12-15T12:03:17","guid":{"rendered":"http:\/\/viennavant.cloud.d2mc.com\/?page_id=2417"},"modified":"2016-12-15T12:03:17","modified_gmt":"2016-12-15T12:03:17","slug":"referat-rudolf-kohoutek","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/symposium-teststrecke-kunst-wiener-avantgarden-nach-1945\/grenzueberschreitungen\/referat-rudolf-kohoutek\/","title":{"rendered":"Referat Rudolf Kohoutek"},"content":{"rendered":"<div id=\"main\">\n<div id=\"content\">\n<div id=\"contentMain\">\n<h2>Tausche Haus gegen Text oder Aktion: Avantgardismen in der Wiener Architektur 1955\u201375<\/h2>\n<p>Texte, Collagen\/Montagen und Aktionen \u2013 und nicht architektonische Entw\u00fcrfe \u2013 waren die bevorzugten Formate der Architektur als Avantgarde. Deutlicher als in den harten Kernen der Wiener Avantgarde in Theorie, Literatur, Film und Aktionismus und ihren transmedialen Kopplungen und \u00dcberschreitungen waren dabei in der Architektur die Einfl\u00fcsse der \u201eSzene\u201c: Rock\/Pop, Sub- und Gegenkulturen als Ausdruck eines Lebensgef\u00fchls, neuer Bilder und Aneignungen von R\u00e4umen. Diametral zur Politisierung des Stadtplanungsdiskurses und einer Kritik der Institutionen wurde aber auch die Modernisierung der Moderne in Richtung neuer Technologien, Materialien und Medien sowie der Faszination f\u00fcr die Paradigmen von System, Struktur, Kybernetik oder Prozess vorangetrieben. Durchg\u00e4ngig herrschte eine Aufbruchsstimmung, in der (fast) alles m\u00f6glich schien. Wien war offensichtlich der richtige Boden daf\u00fcr, aus diesen heterogenen Motiven im architektonischen Feld eine Unzahl von Hybriden zu produzieren, f\u00fcr deren weitere Elaboration und kritische Reflexion allerdings die Voraussetzungen fehlten. Die \u201ePassion des Realen\u201c (Alain Badiou) war st\u00e4rker als das Programm. So endete die architektonische Avantgarde schneller als sie begonnen hatte in der Postmoderne. Wenn heute die beiden Topoi \u201eAvantgarde\u201c und \u201e\u00dcberschreitung\u201c nicht in Unverbindlichkeit aufgel\u00f6st werden sollen, bleiben f\u00fcr die \u201eWiener Architektur-Avantgarde\u201c zwischen 1955\u201375 eine ganze Reihe von Fragen offen, die anhand von ausgew\u00e4hlten Manifestationen beleuchtet werden.<\/p>\n<blockquote><p>Rudolf Kohoutek, Studium der Architektur an der Technischen Hochschule Wien, Geographie an der Universit\u00e4t Wien. 1963\u20131969 Arbeit in Architekturb\u00fcros bei Max Bill, Ottokar Uhl, Hans Hollein u.a.; 1970\u201371 Chefredakteur der Architekturzeitschrift \u201eBau\u201c; seit 1972 Freiberufliche Forschungsarbeiten und Beratert\u00e4tigkeit: Wohnungsmarkt, Wohnqualit\u00e4t, Wohnkultur, Alltagsleben; Stadtentwicklung, Instrumente der Planung, Stadterneuerung, Stadtgestaltung; Kultur, Knowledge Base; tempor\u00e4re Nutzungen, Architektur, Raumbild. 1980\u201394 Ausbildung und Praxis in Biodynamischer Psychologie und K\u00f6rpertherapie (Gerda Boyesen Institut London). Aktuelle Schwerpunkte: Theorieans\u00e4tze, Nachkriegsmoderne und Avantgarde; Bild und Beschreibung von Stadt 2008\/2009.<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tausche Haus gegen Text oder Aktion: Avantgardismen in der Wiener Architektur 1955\u201375 Texte, Collagen\/Montagen und Aktionen \u2013 und nicht architektonische Entw\u00fcrfe \u2013 waren die bevorzugten Formate der Architektur als Avantgarde. 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