{"id":2360,"date":"2016-12-15T11:17:03","date_gmt":"2016-12-15T11:17:03","guid":{"rendered":"http:\/\/viennavant.cloud.d2mc.com\/?page_id=2360"},"modified":"2016-12-21T09:26:23","modified_gmt":"2016-12-21T09:26:23","slug":"vortrag-irene-suchy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.viennavant.at\/en\/symposium-teststrecke-kunst-wiener-avantgarden-nach-1945\/politik-der-wiener-avantgarden\/vortrag-irene-suchy\/","title":{"rendered":"Referat Irene Suchy"},"content":{"rendered":"<div id=\"main\">\n<div id=\"content\">\n<div id=\"contentMain\">\n<h2>Zur\u00fcckgebliebene, Spie\u00dfer, Befangene, Neoprimitivisten<\/h2>\n<h3>Parameter der musikalischen Avantgarde abgelesen an den Komponistenbiographien von Friedrich Gulda, Otto M. Zykan, Paul Kont, Alfred Peschek, Gerhard Schmidinger und deren Feinden (kaum Feindinnen)<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Suchy3.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1250\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Suchy3-300x200.jpg\" width=\"200\" height=\"133\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Suchy3-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Suchy3-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Suchy3-272x182.jpg 272w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Suchy3.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>So wie die Geschichte des Publikums gut aus Polizeiakten abzulesen ist, so sind die Parameter der Avantgarde gut an den Kritiken der \u201eZur\u00fcckgeblieben\u201c abzulesen.<\/p>\n<p><strong>Die Erarbeitung von Fragen<\/strong><\/p>\n<p>Am Anfang stehen die kaum gestellten Fragen nach den Parametern einer Avantgarde:<br \/>\nWodurch konstituiert sich musikalische Avantgarde \u2013 durch ihr Repertoire, durch neue Kompositionstechniken, durch Zusammenarbeit mit anderen K\u00fcnsten? Und wodurch grenzt sie sich ab?<br \/>\nWie konstituieren sich die Lager des Nachkriegsmusiklebens \u2013 von <span class=\"caps\">IGNM<\/span> bis Wiener Philharmoniker?<br \/>\nWie verorten sich die Feinde der Avantgarde?<br \/>\nWelche Wortwahl f\u00fcr ihre Titel, welche Requisiten, welchen Habitus, welche Pr\u00e4sentationsformen, welche Orte w\u00e4hlt die musikalische Avantgarde?<br \/>\nZu welchen politischen Lagern bekennen sich die kompositorischen Avantgardisten? An welchen politischen Bewegungen \u2013 K\u00fcnstler f\u00fcr den Frieden etc. \u2013 beteiligen sie sich? Welche gesellschaftspolitischen Themen \u2013 von Zivildienst bis Atomkraft \u2013 greifen sie auf?<br \/>\nWelche politische Haltung vertreten sie verbal und tats\u00e4chlich?<br \/>\nWelchen Genres und kompositorischen Aufgaben \u2013 von Film, Werbespot, Tanz-Theater, Chanson, Wiener Lied \u2013 wenden sie sich im Gegensatz zu den andern zu?<br \/>\nWelche organisatorischen Aufgaben \u00fcbernehmen sie?<br \/>\nWas bedeutet Wien als Inspiration, Heimat, B\u00fchne f\u00fcr die musikalischen Avantgardisten?<br \/>\nInwieweit wollen sie den Raum au\u00dferhalb Wiens erobern und bespielen \u2013 Friedrich Gulda Ossiach, Karl Prantl\/ Friedrich Cerha St. Margareten \u2013 und auch den Raum au\u00dferhalb der Musik?<br \/>\nWelche Wahrnehmungen der Missachtung \u2013 von \u201eNarr\u201c bis \u201ePubertierender\u201c \u2013 h\u00e4ngen ihnen die Zur\u00fcckgebliebenen um?<br \/>\nWer unterst\u00fctzt die Vorangehenden?<\/p>\n<p><strong>Auf der Suche nach Antworten st\u00fctze ich mich<\/strong><br \/>\n\u2013 auf das Quellenstudium der musikalischen Ereignisse, das sich in unver\u00f6ffentlichten Texten und Dokumentationen der Fernseh- und Rundfunkanstalten befindet.<br \/>\n\u2013 auf eine gro\u00dfe Skepsis in den Erinnerungen und Aussagen der Beteiligten, die mit der zeitlichen Entfernung vom Forschungsgegenstand immer gr\u00f6\u00dfer wird.<\/p>\n<h3>Tendenzen in der \u00f6sterreichischen Musikszene der 2. Republik<\/h3>\n<p><strong>Das Bekenntnis zu liberalen, antifaschistischen, demokratischen Inhalten<\/strong><\/p>\n<p>1947 wird der Art Club gegr\u00fcndet und seine Aktivit\u00e4ten dauern bis 1959. Es wird im \u201eStrohkoffer\u201c, im Keller der Loos-Bar musiziert, aber auch in Galerien, Bars oder Gesch\u00e4ftslokalen vor allem des 1. Bezirks. In den gemeinsamen Auftritten von Uzzi F\u00f6rster, Gerhard R\u00fchm, Friedensreich Hundertwasser, Martin Kink, Ernst K\u00f6lz, Ferry Radax, Friedrich Gulda, Joe Zawinul, Hans Kann, Friedrich Cerha, Gerhard Lampersberger, Anestis Logothetis, Franz Schmitzer und Oswald Wiener manifestiert sich gro\u00dfes gegenseitiges k\u00fcnstlerisches Interesse.<\/p>\n<p>Die Musik dieser Avantgarde wird wesentlich von K\u00fcnstlern vorangetrieben, die keine musikalische Ausbildung haben. Es ist vor allem die \u00dcberschreitung disziplin\u00e4rer und professioneller Grenzen, um die es diesen Protagonisten geht.<\/p>\n<p>Den antifaschistischen Grundkonsens, den der Art-Club von seinen Mitgliedern fordert, verlangen auch Komponisten- und Komponistinnen-Organisationen. Im <span class=\"caps\">IGNM<\/span>-Archiv Wien 3, Ungargasse finden sich die schriftlichen Erkl\u00e4rungen der einzelnen Mitglieder, die versichern, nicht <span class=\"caps\">NSDAP<\/span>-Mitglied gewesen zu sehen. Die Wahl Hanns Eislers in den Vorstand der <span class=\"caps\">IGNM<\/span> im Jahr 1949 kann als Bekenntnis gewertet werden. Die politische Haltung zeigt sich auch in der Offenheit f\u00fcr \u201eschwarze\u201c MusikerInnen: im Jahre 1952 ist das \u201ePorgy und Bess\u201c-Ensemble im \u201eStrohkoffer\u201c zu Gast. Die musikalisch-k\u00fcnstlerischen Manifestationen sind nicht auf wenige Genres beschr\u00e4nkt. Es gibt Jazz und Jam Sessions.<\/p>\n<p>Die Programmzusammenstellungen der Festivals Friedrich Guldas und ihre Inszenierungen sind antifaschistisch gepr\u00e4gt und das wird auch so rezipiert. 1969 liest Gulda beim \u201eInternationalen Musikforum Ossiacher See\u201c aus einem Protestbrief vor: \u201eWir, die wir die Ehre bei Stalingrad verteidigt haben, wir m\u00fcssen nun die Kultur des Abendlandes von dieser negerischen Musik besudeln lassen\u2026.\u201c Und Paul und Limpe Fuchs stellen fest: \u201eViele Leute m\u00f6gen unsere Musik, viele m\u00f6gen sie nicht, aber Faschisten hassen sie.\u201c<\/p>\n<p>Guldas Haltung ist jedoch ambivalent: Zwar ist eine prononciert antifaschistische Bemerkung von ihm gegen\u00fcber der Plattenfirma \u201eDeutsche Grammophon\u201c dokumentiert, andererseits hat er mit ihr zusammengearbeitet. Und gegen Wilhelm Backhaus inszeniert er eine Plakataktion, veranstaltete aber dann doch Backhaus-Gedenkkonzerte. Von durch das NS-Regime ins Exil getriebenen Akteuren des internationalen Musiklebens \u2013 dem Organisator des Genfer Musikwettbewerbs Friedrich Liebst\u00f6ckl und seinem argentinischen Manager Hermann Frischler \u2013 hat er profitiert, hat jedoch das Thema Exil niemals angesprochen.<\/p>\n<p><strong>Die \u00dcberwindung des Spie\u00dfers \u2013 Ossiach<\/strong><\/p>\n<p>Den Spie\u00dfer zu \u00fcberwinden ist ein Topos, der die Akteure antreibt. Alfred Peschek widmet Otto M. Zykan 1968 eine Komposition \u201eZy\u2026.\u201c \u2013 \u201em\u00f6ge es den Spie\u00dfer weinend machen, den Befangenen unbefangen, die Unbefangenen aber am\u00fcsieren.\u201c<\/p>\n<p>Verschiedene Strategien sollen zu dieser \u00dcberwindung des Spie\u00dfers f\u00fchren \u2013 inhaltliche wie organisatorische. Um f\u00fcr seine Ideen freien Raum zu haben, geht Friedrich Gulda in die Provinz. Ossiach w\u00e4hlt er f\u00fcr seine Festival-Pl\u00e4ne aus. Bei der Programmierung folgt er politischen Ideen. Er will explizit die Musik von Unterdr\u00fcckten aufnehmen, subsumiert darunter Weltmusik aller Genres, aber auch Popmusik. Ausgeklammert bleibt jedoch noch die Musik von Frauen.<\/p>\n<p>Vor allem wird eine Balance zwischen gesellschaftspolitischen und musikalischen Inhalten angestrebt. Das Programm umfasst nicht nur Musik, sondern auch Vortr\u00e4ge zu Philosophie und Psychologie sowie Diskussionen \u2013 z.B. \u00fcber Zivildienst.<\/p>\n<p>Andere Ma\u00dfnahmen sind organisatorischer Art: Gulda will sich der Kommerzialisierung verweigern. Beim \u201eKlassischen Gulda-Orchester der Wiener Symphoniker\u201c gibt es eine demokratische Honorar-Aufteilung, die zwischen Dirigent, Solist, Stimmf\u00fchrer und Tutti-Spieler keinen Unterschied macht.<\/p>\n<p>Er bringt in den Musikbetrieb unkonventionelle Ideen ein wie die Selbstbestimmung des Publikums bez\u00fcglich Bekleidung, Platzwahl und Kartenpreis. Es gibt keine Eintrittskarten beziehungsweise Eintrittspreise, die auf das Einkommen der G\u00e4ste R\u00fccksicht nehmen. Die Bezahlung der Musiker erfolgt \u2013 wie bei vielen \u00f6sterreichischen Kammermusikfestivals \u2013 durch Verk\u00f6stigung mit Essen und Trinken. Die Dramaturgie der Orte des Festivals Ossiach umfasst eine B\u00fchne im Stiftshof, Sakristeien, Liegewiesen, Bootsstege und Stifts\u00e4le. Ein \u201eEinwurfkasten\u201c am Eingang zum Stiftshof sammelt Vorschl\u00e4ge und Kritik der G\u00e4ste und Mitspielenden.<\/p>\n<p>1968 findet das erste \u201eInternationale Musikforum Ossiach\u201c statt. Aus einer Reihe von Titelvorschl\u00e4gen \u201eOssiach \u2013 ein Spiegel der Musik\u201c \u2013 \u201eOssiach \u2013 ein winziges R\u00e4dchen in der richtigen Musikmaschine\u201c \u2013 \u201eMusik aus der Welt von morgen im Ossiach von heute\u201c \u2013 \u201eOssiach \u2013 Anarchie oder Fortschritt in der Musik\u201c \u2013 \u201eDie Improvisationsmusiker \u00fcben den Aufstand\u201c entscheidet sich Gulda f\u00fcr \u201eOssiach musste erfunden werden.\u201c<\/p>\n<p>Und dieses Ossiach ist zwiesp\u00e4ltig: Einerseits ist es \u2013 bei den \u201eSpie\u00dfern\u201c \u2013 sofort als Subkultur-Festival verp\u00f6nt. Andererseits werden auch klare Zeichen von Hochkultur gesetzt: \u201eAlle B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen\u201c sind zur feierlichen Er\u00f6ffnung der Musikforen 1968 und 1969 \u201ein Anwesenheit zahlreicher Vertreter des \u00f6ffentlichen und kulturellen Lebens mit Rundfunk und Fernsehen\u201c eingeladen. Der breite Publikumsgeschmack wird mit einem \u201eK\u00e4rntner Nachmittag\u201c mit den \u201eLustigen Oberk\u00e4rntnern\u201c bedient und einem \u201eJazzband-Ball\u201c im Stiftsgarten, an dem kein Geringerer als Fatty George mitwirkt. Der Obrigkeit wird Tribut gezollt, indem Unterrichtsminister Theodor Piffl-Percevic, der K\u00e4rntner Landeshauptmann Hans Sima und der Bischof von Gurk Josef K\u00f6stner eingeladen werden, den Ehrenschutz zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Sehr bald aber entsteht unter den Beteiligten Zwist und Spaltung: Aus Guldas Musikforen entwickelte sich der Carinthische Sommer. Dieser verleugnet zwar seine Entstehungsgeschichte aus Guldas Festival, aber es sind Musikforumsteilnehmer und -teilnehmerinnen, die \u2013 geeint in der Ablehnung gegen\u00fcber Gulda \u2013 in Ossiach 1969 ein Festival gr\u00fcnden, aus dem der \u201eCarinthische Sommer\u201c wird. Gulda und sein Manager Bergelt wollen daraufhin das Ossiacher Musikforum im Zwei-Jahres-Rhythmus fortf\u00fchren, was noch bis 1973 gelingt.<\/p>\n<p><strong>Gast sein in Wien, gespiegelt im Genre Anti-Wiener-Lied, und die Suche nach dem Ort<\/strong><\/p>\n<p>Ein sehr spezielles musikalisches Genre dieser Avantgarde ist das Anti-Wiener-Lied \u2013 ein Wiener Lied abseits von Jubel oder Sehnsucht nach Vergangenheit, in dem es allen schlecht geht und alles meist schlecht ausgeht, der Tod immer pr\u00e4sent ist.<\/p>\n<p>Der radikalste Protagonist des Anti-Wiener-Lieds ist Joe Berger \u2013 seelenverwandt mit Georg Kreisler, Gerhard Bronner und Helmut Qualtinger \u2013 und mit Otto M. Zykan, der in seiner Wiener Elegie f\u00fcr Stimme und Streichquartett die Vorfreude auf den Tod als Vorfreude auf das Gefressenwerden verdichtet: \u201eFreudig erwachend erschrak ich aber j\u00e4h, weil ich, noch am Leben, offensichtlich von der Vorsehung vergessen, verraten, verschm\u00e4ht wurde. Sollte ausgerechnet ich ausgeschlossen bleiben?\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Suchy6.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1251\" src=\"http:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Suchy6-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Suchy6-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Suchy6-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.viennavant.at\/wp-content\/uploads\/Suchy6.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Einer der Orte f\u00fcr Joe Bergers Musik ist das 20er Haus, das Museum des 20. Jahrhunderts, wo neue Musik in den 60er Jahren in den Konzerten des Ensembles die reihe 1964 und die Salonkonzerte des \u201eMOB art &amp; tone <span class=\"caps\">ART<\/span>\u201c-Ensembles mit Otto M. Zykan stattfanden.<\/p>\n<p>Wenige nahmen sich der Texte Joe Bergers als Komponisten an: Ernst K\u00f6lz komponierte \u201eWiener Depressionen\u201c, Chansons nach Gedichten von Joe Berger aus dem Jahr 1979. Erst h\u00e4tte Qualtinger die K\u00f6lz-Lieder singen sollen, schlie\u00dflich sang sie aber Joe Berger selbst. Der Dichter als sein S\u00e4nger, ebenso wie in der im Vertrieb der Extraplatte erschienenen CD des <span class=\"caps\">HOTEL<\/span> <span class=\"caps\">MORPHILA<\/span>-Orchesters: Hier spielen und singen mit Joe Berger Loys Egg, Peter Ponger, Peter Weibel, Paul Braunsteiner, Ronald Artlieb, Stefan Pfeistlinger und Heinrich Pichler. Das Cover der CD zeigt das Foto eines Events im Museum des 20.Jahrhunderts, Joe Berger mit Hut auf dem Bauch am Boden liegend, in der Hand das Mikrophon, singend.<\/p>\n<p>Ein anderer Ort ist das Wirtshaus, wo Joe Berger Don Giovanni gibt, dokumentiert in einem <span class=\"caps\">ORF<\/span>-Mitschnitt Vertreibung aus dem Paradies und einem Gem\u00e4lde des Malers Franz Ringel.<\/p>\n<p>\u201eein echter wiener will halt blind sein,<br \/>\nein echter wiener will nichts sehn,<br \/>\nein echter wiener will halt hint sein,<br \/>\nund nur mit vorbehalt die welt verstehn.\u201c<\/p>\n<p>\u2013 So geht der Refrain in \u201eein wienerlied f\u00fcr sehenden bariton und blinden bass.\u201c<\/p>\n<p>\u201ewos ist denn blo\u00df mit wien nur los?<br \/>\ndie stadt schlaft wie a kind.<br \/>\ndie sonne scheangelt riesengross<br \/>\nder donau auf den grind.<br \/>\nder ane hot die hatt die ohr\u00b4n verlorn,<br \/>\nder andere die aug\u00b4n,<br \/>\nso sizzens vor dem fernsehschirm<br \/>\ndie weite welt anschaun.<\/p>\n<p>1969 fahren Joe Berger, Otto Kobalek und Reinhard Priessnitz zu einem Musik-Ort unter freiem Himmel, der Burg Waldeck. Die Burg-Waldeck-Festivals im Hunsr\u00fcck 1964 bis 1969 waren die ersten Open-Air-Festivals in Deutschland und bildeten einen entscheidenden Abschnitt in der deutschen Folkgeschichte. Sie waren beeinflusst vom franz\u00f6sischen Chanson und der amerikanischen Folk- und Protestlieder-Szene und setzten das engagierte und kritische Lied als Gegenpol zum damals g\u00e4ngigen deutschen Schlager.<\/p>\n<p>Joe Berger, Otto Kobalek und die \u201eFirst Vienna Working Group: Motion\u201c treten, wie auf der CD 10 des bei Bear Family Records erschienenen Kompendiums nachh\u00f6rbar, mit einer Publikumsbeschimpfung auf. \u00dcber diesen Auftritt schreibt der Spiegel 1969: \u201eSolche Masturbation war der ,First Vienna Working Group: Motion\u00b4 alsbald ein Greuel. Die Happening-Truppe besteht aus zwei leicht vampirischen Wienern, dem einstigen ,Lackingenieur\u00b4 Joe Berger, 30, und dem gewesenen Kohlentr\u00e4ger und Schauspieler Otto Kobalek, 38; ihre Einlagen waren von ruchlosem Witz. Beim Auftritt der vom Schriftsteller Joe Berger gegr\u00fcndeten Happening-Kunstgruppe ,First Vienna Working Group\u00b4 zur Hungerkatastrophe in Biafra kam es zu einem Eklat; sie lie\u00df sich ein \u00fcppiges Essen auf die B\u00fchne bringen und gab hin und wieder nur eine Phrase von sich, was einige ,orthodoxe Revolutions-Dogmatiker\u00b4 so provozierte, dass sie die B\u00fchne st\u00fcrmten und die K\u00fcnstler fl\u00fcchten mussten. Der Kulturtheoretiker Klaus Theweleit schrieb dazu in der <span class=\"caps\">ZEIT<\/span>: ,Selbst der provokative Angriff auf die Konsumentenhaltung wird vom \u00fcberwiegenden Teil der Zuschauer blo\u00df konsumiert, vom Rest missverstanden, und nur von ganz wenigen als Angriff auf die im Ritual festgefrorenen Theaterformen erkannt.\u00b4\u201c<\/p>\n<p>An diesem letzten Burg Waldeck-Festival nimmt auch der \u00f6sterreichische Avantgarde-Schriftsteller und Theoretiker Rolf Schwendter teil, G\u00fcnter Wallraff liest aus seinen Undercover-Erfahrungen als Arbeiter, der Schweizer Liedermacher und Kabarettist Franz Hohler treten auf. Der Spiegel res\u00fcmiert am 22. September 1969: \u201eGegen\u00fcber den vorigen Festivals hatte sich die Publikumsstruktur v\u00f6llig ver\u00e4ndert, die Dogmatiker hatten die \u00dcberhand; ein Festival im Sinne von ,Chanson Folklore International\u00b4 war nicht mehr durchf\u00fchrbar.\u201c Der Versuch, ein deutsches politisches Chanson zu etablieren, war gescheitert. Ende der 60er Jahre wollte die Musik mit der Politik nichts mehr zu tun haben; Waldeck endete \u2013 wie auch wenig sp\u00e4ter Ossiach.<\/p>\n<p>Wie Joe Bergers Lieder, etwa sein \u201epessimistenblues\u201c stehen auch die Lieder Friedrich Guldas in der Tradition des kritischen Wienerlieds. Gulda holt dieses Genre erstmals in den Konzertsaal. Aber der Wiener Gulda f\u00fchlt sich nur als Gast in seiner Heimat, als Besucher. Vienna Revisited nennt Gulda 1969 eine Langspielplatte, auf deren Cover eine Bassena zu sehen ist, Symbol seines Wiens, seines Kindheits-Wiens. Im vierten Golowin Lied dichtet er:<\/p>\n<p>\u201eAuf Visit\u00b4 bin i\u2026<br \/>\n\u00dcberall auf Visit\u00b4&#8230;<br \/>\nNur auf Visit\u00b4.<\/p>\n<p>I war scho weit\u2026<br \/>\nViel bin i umanandakumma\u00b4&#8230;<br \/>\nWeit bin i g\u00b4west\u2026<br \/>\nBis Tokio, bis Idaho, bis Rio de Janeiro<br \/>\nund was wa\u00df\u00b4 i, wo sonst \u00fcberall no\u2026<br \/>\nAber \u00fcberall nur auf Visit\u00b4.<\/p>\n<p>Dann kumm\u00b4 i z\u00b4Haus\u2026<br \/>\nWas h\u00e4tt\u00b4 i dort tuan soll\u00b4n?<br \/>\nW\u00e4hl\u00b4n? Steuer zahl\u00b4n?<br \/>\nEin B\u00fcrger sein\u2026<br \/>\nDes h\u00e4tt\u00b4n s\u00b4 woll\u00b4n!<br \/>\nGeh\u00b4, h\u00f6rt\u00b4s ma auf!<br \/>\nI bin doch eh nur auf Visit\u00b4.\u201c<\/p>\n<p><strong>Aush\u00e4ngeschilder.<\/strong><br \/>\n<strong>Die politische Repr\u00e4sentation der Musikszene \u00d6sterreichs im Ausland.<\/strong><\/p>\n<p>Parallel zu den avantgardistischen Tendenzen gibt es von denselben Protagonisten auch angepasste Ausdrucksformen ihrer Musikt\u00e4tigkeiten \u2013 als Aush\u00e4ngeschild.<br \/>\nDas Aush\u00e4ngeschild ist ein kulturelles Ereignis, das denen, die es aush\u00e4ngen, Ansehen und Image verleiht. Es suggeriert Normalit\u00e4t und Qualit\u00e4t. Es ist mit Einladung und Gastgeberschaft verbunden, \u00fcberwindet also das, womit im Krieg Reise konotiert war: Front, Verfolgung, Besetzung. Die Einladung ist eine Win-Win\u2013Situation und erh\u00f6ht das Image der Eingeladenen und der Gastgebenden. Sie macht wertvoller und erweitert den eigenen Wirkungskreis. Wenn man das Aush\u00e4ngeschild wieder einzieht und bei sich zu Hause ausstellt, hat es den Glanz des Auslands noch an sich. Es verweist auf den, der es aush\u00e4ngt und er darf sich verbergen.<\/p>\n<p>Die Auslandstournee wird zum Qualit\u00e4tsmerkmal. Zahlreiche \u00f6sterreichische Ensembles generieren ihre Reputation vor allem \u00fcber Auslandstourneen. Der Chor der Wiener S\u00e4ngerknaben reist seit 1946 wieder in Europa und 1967 verzeichnet er bereits seine 24. <span class=\"caps\">USA<\/span>-Reise.<\/p>\n<p>Als Friedrich Gulda 1946 den ersten Preis beim Genfer Musikwettbewerb bekommt, wird ein Zug \u201eMozart Express\u201c benannt, um den <span class=\"caps\">USA<\/span>-Hochkommissar der alliierten Verwaltung \u00d6sterreichs zu beeindrucken.<\/p>\n<p>Theo Cieplik, Guldas Agent, sieht das Orchester der Wiener Symphoniker nicht eingestuft \u201ein die Reihe der ersten internationalen Orchester\u201c, weil es \u201ebis heute noch keine \u00dcberseetournee gemacht hat\u201c und \u201enach dem Ende der Zusammenarbeit mit Karajan also um seine Weltgeltung k\u00e4mpft\u201c. Eine Recherche im Archiv des Orchesters ergibt jedoch, dass die Wiener Symphoniker seit 1947 neben ihren j\u00e4hrlichen Reisen innerhalb \u00d6sterreichs ausgedehnte Auslandstourneen bestritten haben, nicht nur in die meisten europ\u00e4ischen Staaten \u2013 auch die Ostblockstaaaten Polen und Tschechoslowakei, \u2013 sondern 1956 bereits nach Syrien.<\/p>\n<p>Das Aush\u00e4ngeschild Internationalit\u00e4t definiert sich aber keineswegs nur \u00fcber klassische Musik: Schon 1958 pr\u00e4sentiert sich \u00d6sterreich bei der Weltausstellung mit Jazz-Konzerten, an denen unter anderen Erich Kleinschuster mitwirkt.<\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>\u00b0 Behr, Hans-Georg: Fast ein Nomade. Wien 2009.<br \/>\n\u00b0 Behr, Hans-Georg: Fast eine Kindheit. Frankfurt am Main 2002.<br \/>\n\u00b0 Diederichsen, Diedrich u.a.(Hg.): Golden Years. Materialien und Positionen zu Queerer Subkultur und Avantgarde zwischen 1959 und 1974. Graz 2006.<br \/>\n\u00b0 Drexler, Martin W., Markus Eiblmayr und Franzika Maderthaner(Hg.): Idealzone Wien. Die schnellen Jahre (1978\u20131985). Wien 1998.<br \/>\n\u00b0 Feigl, Markus: Off Limits \u2013 Plakate aus Wien nach 1945. Ausstellungskatalog Wienbibliothek. Wien 2005.<br \/>\n\u00b0 Ulrike Felber, Elke Krasny, Christian Rapp: Smart Exports. \u00d6sterreich auf den Weltausstellungen 1851\u20132000. Wien 2000.<br \/>\n\u00b0 Oberkanins, Ingrid M.: Neue Musik im Umfeld des Art Club. Unver\u00f6ffentlichte Diplomarbeit. Hochschule f\u00fcr Musik und darstellende Kunst in Wien 1991.<br \/>\n\u00b0 Fialik, Maria: \u201eStrohkoffer\u201c-Gespr\u00e4che. H. C. Artmann und die Literatur aus dem Keller. Wien 1998.<br \/>\n\u00b0 Heller, Andr\u00e9 und Helmut Qualtinger: Sitzt ana und glaubt er is zwa. Verlorengeglaubte Gelegenheitsgedichte. Wien 1996.<br \/>\n\u00b0 Julia K\u00f6nig-Rainer: Plakate der 50er Jahre. Wienbibliothek 2009.<br \/>\n\u00b0 Kolleritsch, Elisabeth: Jazz in Graz. Von den Anf\u00e4ngen nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu seiner akademischen Etablierung. Ein zeitgeschichtlicher Beitrag zur Entwicklung des Jazz in Europa. Graz 1995.<br \/>\n\u00b0 Koroschitz, Werner(Hg.): My Generation 1968\u20132008. Aufbruch in der Provinz? Ausstellungskatalog. Klagenfurt 2008.<br \/>\n\u00b0 Kruntorad, Paul: Physiognomie der 2. Republik von Julius Raab bis Bruno Kreisky. Katalog zur Ausstellung in der \u00d6sterreichischen Galerie zum Belvedere. Wien 2005.<br \/>\n\u00b0 Maringer, Dominik: Jazz in K\u00e4rnten. Unver\u00f6ffentlichte Diplomarbeit. Universit\u00e4t f\u00fcr Musik und darstellende Kunst in Wien 1999.<br \/>\n\u00b0 Mythos Art Club. Der Aufbruch nach 1945. Ausstellungskatalog. Kunsthalle Krems 2003.<br \/>\n\u00b0 Ossiach mu\u00dfte erfunden werden. Die Musiker improvisieren den Aufstand. Ein Bericht \u00fcber das erste und zweite Internationale Musikforum Ossiachersee von Franz Endler. Mit Beitr\u00e4gen von Friedrich Gulda, Siegmar Bergelt, Henry Pleasants u. a. Ossiach 1971.<br \/>\n\u00b0 Popensohn, Aljoscha und HC Artmann: Das Fest der fetten Weiber. Wien 1985.<br \/>\n\u00b0 Suchy, Irene: Gr\u00fc\u00dfe von Gulda. Eine Hommage. Zeitschrift der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Dezember 2005.<br \/>\n\u00b0 Suchy, Irene: Die Komponistin Elfriede Jelinek. In: Pia Janke(Hg.): Elfriede Jelinek: \u201eIch will kein Theater\u201d. Mediale \u00dcberschreitungen. Wien, Pr\u00e4sens Verlag, 2007. S. 377\u2013387.<br \/>\n\u00b0 Suchy, Irene: Latzhosen und lange Haare. 25 Jahre Friedensbewegung, Notizen zu einem fast vergessenen Jubil\u00e4um. Die Presse Spectrum 02.11.2007.<br \/>\n\u00b0 Suchy, Irene: Otto M. Zykan Band I. Materialien zu Leben und Werk. Wien 2008.<br \/>\n\u00b0 Suchy, Irene: Das Werden der Staatsoperette in Originaldokumenten \u2013 Rekonstruktion eines Prozesses. In: Evelyne Polt-<acronym title=\"Hg.\">Heinzl<\/acronym>: Staatsoperetten \u2013 Kunstverst\u00f6rungen. Das kulturelle Klima der 1970er Jahre. <span class=\"caps\">ZIRKULAR<\/span> Sondernummer. Verlegerin: Dokumentationsstelle f\u00fcr neuere \u00f6sterreichische Literatur Wien 2010.<br \/>\n\u00b0 Suchy, Irene: Friedrich Gulda Ich-Theater. Wien Graz Klagenfurt 2010.<br \/>\n\u00b0 Suchy, Irene: Die Musik des Joe Berger. In: Sammelband Symposium Klagenfurt 2010. (In Vorbereitung).<\/p>\n<p><strong>Filmdokumente<\/strong><\/p>\n<p>\u00b0 Wien, du Stadt meiner Tr\u00e4ume. Gulda spielt Alfred Uhl. Regie Willy Forst 1957.<br \/>\n\u00b0 Mann im Schatten. Musik Friedrich Gulda. Regie Arthur Maria Rabenalt. 1961.<br \/>\n\u00b0 Friedrich Gulda. Euro Jazz \u2013 1. Konzert. Dokumentation <span class=\"caps\">ORF<\/span> 1964.<br \/>\n\u00b0 Friedrich Gulda Les Hommages \u2013 Euro Jazz. Dokumentation <span class=\"caps\">ORF<\/span> 1966.<br \/>\n\u00b0 Necronomicon. Musik Friedrich Gulda und Jerry Van Rooyen. 1967. Regie Jess Franco.<br \/>\n\u00b0 Freude an Musik. Dokumentation <span class=\"caps\">ORF<\/span> 1968.<br \/>\n\u00b0 Moos auf den Steinen. Musik Friedrich Gulda. Regie Georg Lhotsky. 1968.<br \/>\n\u00b0 Musikforum Ossiacher See 1968. Dokumentation <span class=\"caps\">ORF<\/span> 1968.<br \/>\n\u00b0 Musikforum Ossiach 1969. Dokumentation <span class=\"caps\">ORF<\/span> 1969.<br \/>\n\u00b0 Wien. 3. Beethoven Klavierwettbewerb. Dokumentation <span class=\"caps\">ORF<\/span> 1969.<br \/>\n\u00b0 3. Internationales Musikforum Ossiacher See 1971. Dokumentation <span class=\"caps\">ORF<\/span> 1971.<br \/>\n\u00b0 Musik zum Ansehen, Folge 3: H\u00e4nde an den Tasten. Dokumentation <span class=\"caps\">ORF<\/span> 1972.<br \/>\n\u00b0 5. Internationales Musikforum Viktring 1973. Dokumentation <span class=\"caps\">ORF<\/span> 1973.<br \/>\n\u00b0 Musikclub der Jugend: Begegnung mit Friedrich Gulda. Dokumentation <span class=\"caps\">ORF<\/span> 1975.<br \/>\n\u00b0 Friedrich Gulda. Sein Weg von Bach bis Anima. Dokumentation <span class=\"caps\">ORF<\/span> 1976.<br \/>\n\u00b0 Cafe Central \u2013 der legend\u00e4re Strohkoffer. Dokumentation <span class=\"caps\">ORF<\/span> 1981.<\/p>\n<blockquote><p>Irene Suchy, Mag. Dr., Musikwissenschafterin und Musikjournalistin. Studium der Musikp\u00e4dagogik und Germanistik an der Hochschule f\u00fcr Musik und Universit\u00e4t Wien. Forschungsaufenthalte in Japan. Universit\u00e4tslektorin an der Universit\u00e4t f\u00fcr Musik und darstellende Kunst Wien und an der Fachhochschule St. P\u00f6lten; \u00d61 Musikredakteurin, Ausstellungs-Kuratorin, Konzert-Dramaturgin und Buchautorin. Forschungsschwerpunkte: Musikm\u00e4zenatentum im 20. Jahrhundert, abendl\u00e4ndische Musikgeschichte Japans, NS-Musikexil, Gender-Musikologie und die Musikgeschichte der Zweiten Republik. Publikationen (Auswahl): Empty Sleeve \u2013 der Musiker und M\u00e4zen Paul Wittgenstein Wien\/Innsbruck 2006; Otto M. Zykan \u2013 Materialien zu Leben und Werk Wien 2008; Friedrich Gulda \u2013 Ich-Theater Wien 2009.<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur\u00fcckgebliebene, Spie\u00dfer, Befangene, Neoprimitivisten Parameter der musikalischen Avantgarde abgelesen an den Komponistenbiographien von Friedrich Gulda, Otto M. Zykan, Paul Kont, Alfred Peschek, Gerhard Schmidinger und deren Feinden (kaum Feindinnen) So wie die Geschichte des Publikums gut aus Polizeiakten abzulesen ist, so sind die Parameter der Avantgarde gut an den Kritiken der \u201eZur\u00fcckgeblieben\u201c abzulesen. 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